Ermittler decken auf

So viel verdiente Benko: Leben in Saus und Braus

© APA/EXPA/JOHANN GRODER
René Benko cashte bei der Signa richtig ab, decken deutsche Ermittler auf. Und: 2021 fühlte er sich von teuren Mitarbeitern "verarscht".
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Es sind knallharte Zahlen zu Benkos Leben in Saus und Braus, welche die Ermittler des Bayerischen Landeskriminalamts  jetzt aufgedeckt haben. Der Standard zitierte aus ihren Ermittlungen folgende Benko-Pluspunkte.

Zehn Wochen Urlaubsanspruch im Jahr, ein Monatsgehalt von 60.480 Euro, Dienstautos, Chauffeure, Dienstvilla, Dienstwohnung, hohe Prämien - so arbeitete René Benko für die Signa.

Laut Ermittlern des Bayerischen Landeskriminalamts verschlechterten sich diese Bedingungen auch nicht, als Benko 2013 die operative Geschäftsführung aufgab und Beiratsvorsitzender wurde.

Neben Gehalt floss Extra-Geld dank Beratungen

Zusätzlich zu Gehalt und Prämie (2,5 Prozent des Ergebnisses der Signa Holding) bezog der Signa-Gründer laut Bericht auch Konsulentenhonorare für andere Gesellschaften der Gruppe. Im Jänner 2023 etwa habe er für vier Gesellschaften je 300.000 Euro und für eine weitere 250.000 Euro verrechnet.

Benko tobt über Mitarbeiter

Scheiring Doppelbüchse von René Benko. Die rund 100.000 Euro wertvolle Büchse wurde mittlerweile versteigert. © aurena

Interne Mails zeigten zudem, wie Benko agierte. 2021 etwa beschwerten sich Vertraute bei ihm, dass bei manchen Signa-Leuten schon in der Früh "an den Feierabend gedacht" werde, "in den Bars in den Büros" auch ohne Anlass wöchentlich gefeiert werde. Benko mailte dann: "Wir lassen uns nicht mehr verarschen und das Geld fließt auch nicht aus der Steckdose."