Verrückte Idee
So will Ungarn den Donau-Wasserstand heben
Diese baulichen Maßnahmen sollen den Wasserstand der Donau um rund 20 Zentimeter heben und damit die Leistungsfähigkeit des AKW sichern.
Rund 40 Prozent des ungarischen Stromverbrauchs werden durch die vier Blöcke des AKW gedeckt, wobei aktuell nur noch zwei der acht Turbinen arbeiten. Premier Péter Magyar hatte vor Ort erklärt, dass 130 Personen und 100 Lastwagen im Einsatz sind. Die Lastkähne seien vorerst 20 Zentimeter gesenkt worden.
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Damit soll verhindert werden, dass der dauerhaft sinkende Donaupegel die Kühlung des AKW gefährdet und zu dessen vollständiger Abschaltung führen könnte. An den Arbeiten sind neben Experten der Wasser- und Energiewirtschaft weitere Experten des AKW, der Nukleartechnik sowie Vertreter der ungarischen Streitkräfte beteiligt.
Magyar hatte bei den Vorbereitungen der Baumaßnahme das österreichische Bauunternehmen Strabag gelobt, das kostenlose Technologie angeboten hatte, und hinterfragt, wo denn die Angebote der ungarischen "Großkapitalisten" blieben.
Bau einer Sohlschwelle als Dauerlösung
Als langfristige Lösung wird parallel in der Nähe von Paks eine Sohlschwelle gebaut, die in Zukunft Wasser aufstauen soll. Für den Bau werden nahezu 150.000 Kubikmeter Geröll verwendet. Die Regierung verspricht sich von diesem Bau eine langfristige Lösung der Absicherung der Kühlwasserversorgung im AKW Paks, wobei ein Anstieg des Wasserstandes von bis zu einem Meter erreicht werden soll.
Magyar hatte die Vorsitzenden der im ungarischen Parlament vertretenen Oppositionsparteien für Samstag nach Paks eingeladen, um über das komplexe Projekt zu informieren und die Fehler der vergangenen zehn Jahre zu erörtern, die zu den aktuellen Problemen führten. Die Vorsitzenden lehnten die Einladung aber ab.
Der Kommunikationsdirektor von Fidesz, Bertalan Havasi, begründete das Fernbleiben von Parteichef Viktor Orbán damit: "Paks ist keine Wahlkampfbühne und die Parteivorsitzenden sind keine politischen Statisten für Péter Magyar", zitierte das Onlineportal "HVG.hu".