Weltallforschungstag

So wird NÖ zum Raumfahrt-Hotspot in Europa

© ESA Phi-Lab Austria
Am Weltraumforschungstag richtet sich der Blick auf Niederösterreich, das sich mit neuen Projekten, Hightech-Unternehmen und Forschungseinrichtungen immer stärker als europäischer Raumfahrtstandort etabliert.
Zur Vollversion des Artikels

Am Montag, den 20. Juli, wird bekanntlich der Weltraumforschungstag gefeiert. Und was einst mit Franz Viehböck, dem ersten Österreicher im All, begann, ist zu einer echten Erfolgsstory geworden: Rund um den Flughafen Wien-Schwechat und Wiener Neustadt wächst ein dynamisches Netzwerk aus Forschung, Technologie und Wirtschaft. Raumfahrt gilt dabei nicht mehr als ferne Zukunftsvision, sondern als wichtiger Motor für Innovationen und neue Arbeitsplätze im Land.

Besondere Bedeutung kommt dem ESA Phi-Lab Austria in Schwechat zu. Das 2024 eröffnete Zentrum war das erste seiner Art in Europa und unterstützt Unternehmen dabei, neue Raumfahrttechnologien bis zur Marktreife zu entwickeln. Mit der neuen Space Factory wurde das Angebot zuletzt deutlich erweitert. Dort können Start-ups und Technologiefirmen modernste Infrastruktur für Entwicklung und Tests nutzen.

NLK Burchhart © NLK Burchhart

Auch das Space-Ökosystem wächst rasant. Unternehmen wie Enpulsion, Confident Space, Fantana, tenics oder GG Goes 2Space treiben die Entwicklung voran. Allein Enpulsion beschäftigt mehr als 70 Mitarbeiter und liefert Antriebssysteme für Satelliten in aller Welt. Insgesamt wurden bereits neun Projekte ins ESA Phi-Lab aufgenommen, mehr als 50 Arbeitsplätze geschaffen und über 3,6 Millionen Euro investiert. Gemeinsam mit Forschungseinrichtungen in Wiener Neustadt entsteht damit ein europaweit beachteter Raumfahrtstandort, der Niederösterreich zunehmend auf die Landkarte der internationalen Space-Branche setzt.

Stimmen zum Weltraumforschungstag

"Raumfahrt ist eines der spannendsten Zukunftsfelder unserer Zeit. Niederösterreich hat sich in den vergangenen Jahren zu einem starken Innovationsstandort für Space-Technologien entwickelt. Mit dem ESA Phi-Lab Austria, der neuen Space Factory und innovativen Unternehmen schaffen wir die besten Voraussetzungen dafür, dass aus Spitzenforschung wirtschaftlicher Erfolg wird. In Niederösterreich greifen wir nach den Sternen und unsere Betriebe erreichen sie auch", betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

"Forschung im Weltraum hilft uns, die Welt hier unten besser zu verstehen – von Wetterextremen über Naturgefahren bis zu Fragen, die unseren Alltag und unsere Zukunft betreffen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in Umwelt- und Klimaforschung, moderne Technologien und neue Anwendungen ein, die den Menschen in Niederösterreich direkt zugutekommen. Sie zeigen, wie wichtig Wissenschaft für ein gutes, sicheres und zukunftsfähiges Leben ist", so der für die Wissenschaft zuständige LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP).

"Vor wenigen Jahren war vieles noch Vision, heute arbeiten in Niederösterreich Start-ups, Forschungseinrichtungen und Industriepartner gemeinsam an Technologien für die Raumfahrt von morgen. Diese Dynamik ist einzigartig. Das ESA Phi-Lab Austria und die Space Factory bieten genau jene Infrastruktur und internationale Vernetzung, die innovative Unternehmen brauchen, um ihre Ideen bis in den Orbit zu bringen", sagt Michael Moll, Geschäftsführer von accent und Leiter des ESA Phi-Lab Austria.