Mitten in der Nacht

Doping-Wirbel um Pogacar bei der Tour de France

Zwei Radfahrer im gelben und gepunkteten Trikot stehen an der Startlinie der Tour de France.
© EPA
Aufregung bei der Tour de France um den Gesamtführenden Tadej Pogacar.
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Am Sonntag steigt bei der Tour de France die nächste Monster-Etappe vor dem zweiten Ruhetag. Die Bergankunft am Plateau de Solaison könnte zur nächsten Machtdemonstration des Gesamtführenden Dominators Tadej Pogacar werden.

Der 27-jährige Slowene hat vier der bisherigen Etappen in eindrucksvoller Manier gewonnen und hat das Gelbe Trikot fest in der eigenen Hand. Auf den zweitplatzierten Jonas Vingegaard hat er vor der entscheidenden Woche, in der es gleich zweimal auf den berüchtigten Alpe d'Huez geht, 4:30 Minuten Vorsprung.

Auf den drittplatzierten Red-Bull-Star Remco Evenepoel hat er sogar schon 5:04 Minuten Vorsprung. Doch vor dem Härtetest am Sonntag gibt es um die beiden Spitzenfahrer große Aufregung.

Ruhestörung in der Nacht

Wie "Le Parisien" berichtet, gab es in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 2 und 5 Uhr unangekündigte Doping-Tests. Das Vorgehen ist zwar laut Regulativ erlaubt, stößt den beiden Spitzenteams UAE Emirates (Pogacar) und Visma-Lease a Bike (Vingegaard) sauer auf, da es die Vorbereitung vor einer derartigen schweren Bergetappe nach zwei anstrengenden Wochen massiv stört.

Nachdem es offensichtlich keine Auffälligkeiten gegeben hatte, durften beide Superstars, wie geplant, an den Start gehen. Wie sich die Aktion auf die Müdigkeit der beiden auswirkt, wird man gegen 17 Uhr sehen.

Ablenkung mit Eminem

"Ich gehe immer spät schlafen, aber es war trotzdem ein großer Schock", berichtete der 27-Jährige. "Ich hatte einen schönen langen Morgen, ich habe nicht mehr geschlafen. Ich habe gechillt und alte Eminem-Hits gehört. Und habe Kaffee getrunken", sagte er. "Es war definitiv nicht schön, mitten aus meinen süßen Träumen herausgerissen zu werden", sagte der Star mit einem Schmunzeln.

Auch sein Dauerrivale Jonas Vingegaard war betroffen. Die International Testing Agency (ITA) habe dem Dänen "nicht erlaubt, viel zu schlafen". "Ich habe gut geschlafen, aber dann hat jemand um zwei Uhr nachts an meiner Tür geklingelt. Das war eine große Überraschung für mich", sagte er ebenfalls am Mikrofon von Eurosport.

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