Machtdemonstration
Pogacar lässt schon wieder alle stehen
Titelverteidiger Tadej Pogacar hat auch die zehnte Etappe bei der Tour de France gewonnen und damit den nächsten Schritt zu seinem fünften Gesamtsieg gemacht. Der slowenische Weltmeister holte sich am französischen Nationalfeiertag nach 166,6 Kilometern von Aurillac nach Le Lioran den Tagessieg im Alleingang und baute seine Führung in der Gesamtwertung auf über dreieinhalb Minuten aus. Die Plätze zwei und drei belegten auf der schweren Etappe Remco Evenepoel und Paul Seixas.
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Auf der Etappe mit sieben Bergwertungen und rund 3.800 Höhenmetern im Zentralmassiv setzte sich Pogacar mit einem explosiven Antritt rund 15 Kilometer vor dem Ziel ab. Der Titelverteidiger fuhr 32 Sekunden Vorsprung auf den belgischen Doppel-Olympiasieger Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) und 34 Sekunden auf den französischen Jungstar Seixas, Decathlon-Teamkollege des diesmal nicht für die Tour nominierten Osttirolers Felix Gall, heraus. Pogacars oberösterreichischer Teamkollege Felix Großschartner kam als 40. mit 21:23 Minuten Rückstand ins Ziel.
In der Gesamtwertung liegt der Slowene vom UAE Team Emirates nun 3:36 Minuten vor dem Dänen Jonas Vingegaard, der als Tagessiebenter 44 Sekunden einbüßte. Evenepoel folgt mit 4:06 Minuten Rückstand.
24. Tagessieg von Pogacar
Für Pogacar war es bereits der dritte Etappensieg bei der Tour 2026 und der insgesamt 24. seiner Karriere. Damit rückt er in der Rekordliste nah an den viertplatzierten Franzosen André Leducq (25) heran. Die meisten Tour-Etappen hat der britische Ex-Weltmeister Mark Cavendish (35) gewonnen.
Am Mittwoch dürfen wieder die Sprinter auf eine Massenankunft hoffen. Über 161,3 Kilometer geht es von Vichy nach Nevers fast ausschließlich über flaches Terrain. Lediglich zwei Bergwertungen der vierten Kategorie warten auf die Fahrer.
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