Individuelle Förderung
Sommerschule: Mehr Zulauf, mehr Förderung
In Niederösterreich nahmen heuer rund 11.000 Schülerinnen und Schüler an dem Förderprogramm teil – ein Zuwachs von 4.000 gegenüber dem Vorjahr. Österreichweit sind es mehr als 58.000 junge Lerner. „Die Sommerschule ist nicht einfach eine Verkürzung der Ferien, sondern eine ganz individuelle Förderung für jeden einzelnen Schüler und jede einzelne Schülerin", betonte Landesrätin Teschl-Hofmeister.
Sprachförderung als Fundament für Bildungserfolg
Von den 11.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Niederösterreich seien rund 1.900 aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse zur Teilnahme verpflichtet – ein Umstand, der die zentrale Bedeutung sprachlicher Grundkompetenzen für den weiteren Bildungsweg unterstreicht. „Mein großer Dank gilt den 600 Lehrerinnen und Lehrern sowie den über 200 Studierenden, die die Sommerschule in Niederösterreich möglich machen. Für die Studierenden ist das gleichzeitig eine gute Gelegenheit, in den Lehrerberuf hineinzuschnuppern", so Teschl-Hofmeister. Mit Blick auf den Schulstart am kommenden Montag wünschte sie den rund 210.000 Schülerinnen und Schülern in Niederösterreich einen guten Start ins neue Schuljahr.
Wiederkehr: Rekordbeteiligung bestätigt Erfolgsmodell
Bundesminister Christoph Wiederkehr (Neos) sprach von einem neuen Rekord: „Für über 58.000 Schülerinnen und Schüler in Österreich hat die Schule mit der Sommerschule bereits begonnen. Das sind 17.000 mehr als im Vorjahr und zeigt, dass die Sommerschule gut etabliert ist und sehr gut angenommen wird." Eine wesentliche Neuerung im heurigen Jahr sei die verpflichtende Teilnahme für Schülerinnen und Schüler aus Deutschförderklassen. „Deutsch ist die Grundlage für Bildung und Bildungsaufstieg. Die zwei zusätzlichen Wochen sind daher ein Startvorteil, um die Sprache zu festigen und gut vorbereitet in das neue Schuljahr zu gehen", erläuterte Wiederkehr. Gleichzeitig sei auch die Zahl der freiwilligen Anmeldungen erfreulich gestiegen. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Sommerschule liegen neben Deutsch insbesondere auf Mathematik und Englisch. Österreichweit hätten sich zudem mehr als 7.000 Lehrkräfte, Studierende und pensionierte Lehrkräfte für einen Einsatz gemeldet – ein Zeichen für das breite pädagogische Engagement im Land.
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Praxisbericht aus Mödling: Vielfalt an Lernangeboten
Direktorin Birgit Gruber-Pernitsch berichtete über die konkrete Umsetzung am Bundesgymnasium Mödling: „Wir haben 73 Schülerinnen und Schüler, die freiwillig angemeldet sind, sowie einen Schüler, der aufgrund seiner Deutschkenntnisse an der Sommerschule teilnimmt." Unterrichtet werde von fünf Lehrerinnen und einem Studierenden, zusätzlich seien vier Schülerinnen aus der Oberstufe als Lernbegleiterinnen im Einsatz. „Wir bieten zwei Deutschkurse, zwei Mathematikkurse und einen Englischkurs an", so die Direktorin – ein Angebot, das exemplarisch zeigt, wie gezielte Förderung individuelle Bildungswege stärkt.