Einsatz am Lendplatz
Spinne aus Peru legt Grazer Supermarkt lahm
Als eine Mitarbeiterin am Mittwochmorgen wie gewohnt das Regal mit Obst und Gemüse befüllte, machte sie laut einem Bericht der "Kleinen Zeitung" eine unliebsame Entdeckung. Am Boden eines Kartons, der den weiten Weg aus Peru hinter sich hatte, tauchte eine exotische Spinne auf. Die Marktleitung reagierte umgehend auf den Fund in der Bananen- und Obstschachtel und alarmierte aus Vorsicht die Feuerwehr, um die Rettungskette in Gang zu setzen.
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Experte ordnet sofortige Schließung an
Die Feuerwehr kontaktierte daraufhin die Landeswarnzentrale. Diese wandte sich schließlich an Werner Stangl vom steirischen Reptilien- und Amphibienverein. Der Experte wies die Marktleitung sofort telefonisch an, die Filiale am Lendplatz vorerst geschlossen zu halten. So sollten potenzielle Gefahren für die Belegschaft und Kunden vermieden werden. Nach seinem Eintreffen machte sich Stangl direkt auf die Suche nach dem Tier und konnte es schließlich in einem Gefäß fangen.
Gefahr mit freiem Auge gebannt
Ein kurzer Blick des Fachmanns reichte aus, um Entwarnung zu geben. Er erkannte mit freiem Auge, dass die Spinne für Menschen ungefährlich ist. Die vorbildliche Reaktion der Mitarbeiter verhinderte dabei, dass der Supermarkt noch länger geschlossen hätte bleiben müssen. Denn: Wäre die Spinne nicht rasch gefunden und eingefangen worden, hätte der Grazer Supermarkt im schlimmsten Fall unter Gas gesetzt werden müssen.
Happy End für den Krabbler
Letztlich entpuppte sich der blinde Passagier als eine sogenannte Riesenkrabbenspinne. Diese Tiere zählen zur Gattung der Webspinnen und sind vorwiegend in tropischen Regionen beheimatet. Da von dem peruanischen Import keinerlei Gefahr für die menschliche Gesundheit ausgeht, fand der Vorfall ein versöhnliches Ende: Das Tier konnte an einen Spinnenliebhaber vermittelt werden, der nun für ein artgerechtes Zuhause sorgt.