Hilfe für Bauern

SPÖ-Sprecherin Herr mit brisanter Forderung an ÖVP

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Die extreme Dürre führt auch im heimischen Obst- und Gemüsebau zu erheblichen Ertragsverlusten. In der ZiB2 schlägt SPÖ-Umwelt- und Klimasprecherin Julia Herr Alarm.
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Im Obstbau werde aktuell eine um rund ein Drittel geringere Ernte erwartet, im Gemüsebau wird mit Einbußen von durchschnittlich 45 Prozent gerechnet, hieß es in einer Aussendung der Landwirtschaftskammer (LKÖ) am Dienstag. Angespannt sei die Lage vor allem in östlichen Obstbauregionen, grundsätzlich fehle es zunehmend an Bewässerungsmöglichkeiten.

Im Obstbau werden den Angaben zufolge rund 40 Prozent der Flächen bewässert. Die Wasserreserven in Speicherteichen und Bewässerungsanlagen würden sich aufgrund der Trockenheit aber langsam dem Ende zuneigen. Betroffen sind etwa Äpfel, Birnen oder Zwetschken. Besonders dramatisch sei die Lage bei Holunder, wo sich aktuell ein Ernteausfall von über 50 Prozent abzeichne, wobei sogar ein Totalausfall nicht ausgeschlossen werden könne.

Besorgniserregend sei außerdem, dass zunehmend Bäume absterben, hieß es in der Mitteilung. "Wir erleben derzeit eine Ausnahmesituation. Es braucht Hilfe für diejenigen, die sich dringend in Not befinden", stellt Umweltsprecherin Julia Herr (SPÖ) in der ZiB2 klar. Die Verhandlungen innerhalb der Regierungen laufen zwar, allerdings hält sie an dem geforderten Klimagesetz fest.

Herr greift ÖVP an

"Wir erwarten von der ÖVP, ein ganz konkretes Paket vorlegt, wie sollen die Hilfen aussehen, wie so. Wie sollen sie gegenfinanziert werden, das fehlt bis jetzt", kritisiert Herr den Koalitionspartner scharf. Die SPÖ habe ihr zufolge "verschiedene Möglichkeiten", die man sieht, allerdings solle sich der Landwirtschaftssektor an den Lösungen beteiligen, damit den leidenden Bauern geholfen werden kann.

Für die SPÖ-Politikerin sei das neue Klimagesetz "längst überfällig" und sie verweist auf ergebnislose Verhandlungen seit Mai und will das von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig geforderte Ende der Blockade nicht aufgeben, obwohl sie kurz zuvor einen konkreten Plan gefordert hatte, bei dem sie ihre Partei selbst nicht in der Pflicht sieht.

Auf die Frage, ob es nicht auch an der SPÖ liegt, in der Causa einzulenken, um den Bauern die nötige Hilfe zukommen zu lassen, wollte sie allerdings nicht antworten.