Gunter Mayrhofer ist Obmann der Fachgruppe für das Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen in der Wirtschaftskammer und selbst Unternehmer.
"Viele sind verzweifelt"
Mayrhofer sagt gegenüber oe24, dass die Spritpreisbremse zwar eine Erleichterung bringen wird, "aber sie ist viel zu wenig".
Seit dem Irankrieg ist Diesel fast 70 Cent teurer geworden in Österreich. In der Woche unmittelbar vor Beginn des Konflikts lag der österreichweite Medianpreis für Diesel noch bei 1,57 Euro pro Liter. Mitte September erreichte Diesel mit rund 2,27 Euro je Liter im Mittel einen neuen Rekord.
Auch interessant
"Viele Betriebe verzweifeln, weil sie langfristige Verträge eingegangen sind", sagt Mayrhofer. "Vom Gesetz her trifft das etwa Taxi-Unternehmen in allen Landeshauptstädten. Hier wurden die Tarife teils seit drei Jahren nicht erhöht", klagt Mayrhofer. Er fordert von den Politikern eine Erhöhung bei den Tarif-Grenzen für Taxiunternehmen, die kaum noch profitabel fahren könnten. "Viele müssen weiterfahren, weil sie laufende Kredite etc. bedienen müssen."
"Die Politik muss die Verträge anpassen"
"Der Sprit wird immer teurer, aber mehr als 30 Prozent kann man beim Tarif oft nicht anpassen." Er fordert: "Die Politik muss die Verträge anpassen."
Krankentransporte würden sich kaum mehr lohnen, wenn der Sprit so teuer sei. Auch hier gibt es langfristige Verträge, etwa mit der ÖGK.
Der Unternehmer äußert sich auch zu E-Autos: "Ich habe in meinem eigenen Betrieb sieben E-Autos (von insgesamt mehr als 30 Wagen), aber mehr kann ich am Standort nicht laden, da müsste ich einen Extra-Trafo einbauen. Für große Mehrsitzer gibt es auch noch keine passenden E-Autos."