Todes-Gutachten
Star-Mediziner in Pilnacek-Ausschuss
Dr. Michael Tsokos ist Berliner Bestseller-Autor, Charité-Professor und veranstaltet sogar Live-Tourneen, in denen er über den Tod spricht. Ihm folgen auf Instgram fast 900.000 Fans. Von Polit-Pensionisten Peter Pilz wurde er angefragt, ein Todes-Gutachten zu Christian Pilnacek zu verfassen. Ein Unfall oder Totschlag könne nicht ausgeschlossen werden, stand sinngemäß darin. Fotos lagen Tsokos allerdings nur wenige vor.
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Mediziner-Treffen
Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Causa Pilnacek macht kommende Woche einen Schwenk von der Ermittlerarbeit hin zur medizinischen Feinarbeit. Als Auskunftspersonen sind gleich drei Rechtsmediziner geladen, die sich mit der Todesursache des einstigen Justiz-Sektionschefs befasst haben. Den Auftakt am Mittwoch macht allerdings Oberstaatsanwalt Johann Fuchs.
Danach geben einander die Rechtsmediziner die Klinke in die Hand. Den Auftakt macht Mittwochnachmittag Stefano Longato. Er ist einer von zwei externen Gutachtern, die nicht von den offiziellen Behörden, sondern von Buchautor Peter Pilz beauftragt worden waren. Der weitere ist der Berliner Rechtsmediziner Michael Tsokos, der am Donnerstag den Auftakt macht. Eindeutige Schlüsse zur Todesursache konnten beide Mediziner nicht ziehen.
Offizielles Obduktions-Gutachten
Erst als letzte Auskunftsperson wird Donnerstagnachmittag der Wiener Rechtsmediziner Christian Matzenauer befragt. Der Sachverständige handelte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Krems und konnte in seinem Gutachten auf Grundlage der von ihm durchgeführten Obduktion und eingeholter chemischer wie toxikologischer Analysen keine Anhaltspunkte für die Begehung einer Straftat anführen.