Nach 50 Jahren
Steirisches Traditions-Skigebiet sperrt für immer zu
Nach rund fünf Jahrzehnten werden die großen Schlepplifte künftig nicht mehr betrieben. Ausschlaggebend sind vor allem die hohen Kosten für die Beschneiung und gleichzeitig rückläufige Einnahmen.
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Betreiber Thomas Gauss erklärte gegenüber dem ORF Steiermark, dass zuletzt rund die Hälfte des gesamten Umsatzes allein für die künstliche Beschneiung aufgewendet werden musste. Ohne zusätzliche Schneekanonen sei ein verlässlicher Skibetrieb kaum noch möglich. Gleichzeitig seien die Ansprüche der Gäste gestiegen: Viele erwarten heute bestens präparierte Pisten – unabhängig davon, wie viel Naturschnee tatsächlich fällt.
Für einen kleineren Standort wird diese Entwicklung zunehmend zum wirtschaftlichen Problem. Während große Skigebiete hohe Investitionen in Beschneiungsanlagen und Infrastruktur stemmen können, geraten kleinere Betreiber schneller an ihre finanziellen Grenzen.
Endgültiges Aus
Skigefahren wird am Gaberl bereits seit rund 120 Jahren. Etwa die Hälfte dieser Zeit prägten Lifte den Wintersportbetrieb. Im Sommer 2026 wurde nun das endgültige Aus für die großen Anlagen besiegelt. Die Liftanlage wurde zum Verkauf angeboten.
Ganz auf Wintersport verzichten muss man am Gaberl aber nicht. Das Kinderland beziehungsweise der Lift an der Kinderwiese soll erhalten bleiben. Auch Langlaufen und Winterwandern bleiben möglich. Betreiber Gauss versteht die Entwicklung zugleich als Warnsignal für viele kleine Skigebiete: Wer sie erhalten wolle, müsse sie auch entsprechend unterstützen und nutzen.