Kollaps

Sterbehilfe-Boss (58) stirbt bei Fuji-Tour

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Der Schweizer Bernhard Sutter (58), CEO von der Schweizer Sterbehilfeorganisation "Exit", ist beim Versuch, Japans höchsten Berg zu bezwingen, gestorben. In Begleitung seines Sohnes erlitt er einen tödlichen Schwächeanfall.
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Die Sutters flogen von Zürich auf die japanische Hauptinsel Honshū, wo der Vater und Sohn gemeinsam den Fuji besteigen wollten. Sie entschieden sich für die kürzeste, aber steilste Route auf den beeindruckenden Vulkan, so unter anderem ein Bericht von "The Japan Times". Die Route geht von der höchsten Station in 2.400 Meter hauptsächlich mehrere Kilometer nur steil bergauf.

Bernhard Sutter und sein Sohn kamen am Anfang gut voran. Laut übereinstimmenden Berichten klagte aber der Sterbehilfe-CEO auf der halben Strecke in 3.000 Metern Höhe plötzlich über "akute gesundheitliche Probleme". Sutter konnte noch eine Berghütte in 3.010 Metern Höhe erreichen. Dort kollabierte er. Seine Atmung setzte aus und er verlor das Bewusstsein, so die "Times".

Schneller Aufstieg bei der Organisation

Das Hüttenpersonal konnte Bernhard Sutter mit einem Defibrillator kurz wiederbeleben. Die Bergwacht brachte den Mann mit einem Kettenfahrzeug ins Tal. Dort wurde er in die Klinik gebracht, wo er laut dem Schweizer "Blick" kurz darauf starb.

Auf ihrer Homepage bestätigte die Organisation "Exit" den Tod des Geschäftsführers. Er sei "während seiner Familienferien" verstorben. Die Sterbehilfeorganisation sprach den Angehörigen "tief empfundenes Beileid" aus. Bernhard Sutter war zuvor als Journalist und Buchautor tätig.

Sterbehilfe nur nach strenger Überprüfung

2007 fing er bei "Exit" zu arbeiten an. Im darauffolgenden Jahr übernahm der Schweizer den Vizevorsitz und die Leitung der Kommunikationsabteilung. 2015 wurde Bernhard Sutter zum Geschäftsführer des in der deutschsprachigen Schweiz tätigen Vereins ernannt.

Ausgebildete Mitarbeiter begleiten bei "Exit" Vereinsmitglieder auf ihrem freiwilligen Weg in den Tod, so die "Bild". Laut der Organisation assistierten sie im Jahr 2025 in der deutschsprachigen Schweiz 1.421 Sterbewilligen beim Suizid. Die Hilfe kann erst nach einer sehr strengen Überprüfung erteilt werden. Jährlich erhält "Exit" rund 3.500 Anfragen für die assistierte Sterbehilfe.