Kontrollen

Kroatischer Urlaubsort verbietet Handtuch-Reservierungen

Schluss mit Handtuch-Reservierungen in Pag
© Facebook/Grad Pag
Wer in Kroatien frühmorgens sein Handtuch auf die Liege wirft und verschwindet, hat auf der Insel Pag ein Problem. Die Stadt räumt verwaiste Gegenstände vom Strand nun kurzerhand ab.
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In der Früh schnell ein Handtuch auf die Liege legen und erst Stunden später zum Strand kommen: Mit dieser bei Urlaubern beliebten Reservierungsmethode ist in der Stadt Pag auf der gleichnamigen kroatischen Insel in der heurigen Hauptreisezeit nun Schluss. Die Behörden haben ihre Kontrollen verschärft und gehen verstärkt gegen Strandplatzbesetzer vor. Kommunalbeamte räumen bereits verlassene Handtücher, Liegen, Sonnenschirme und andere Gegenstände vom Strand, wenn die Besitzer nicht anwesend sind. Die Stadtverwaltung stellte auf Facebook bereits Bilder online, die diese Einsätze der Beamten dokumentieren.

Müll, Hunde und unerlaubte Liegen

Die verschärften Kontrollen beschränken sich im gesamten Pager Stadtgebiet aber nicht nur auf reservierte Plätze am Wasser. Nach Angaben der Verantwortlichen achten die Aufsichtsorgane an den Küstenabschnitten auch auf die richtige Müllentsorgung sowie auf unerlaubt aufgestellte Liegen und Sonnenschirme. Zudem wird kontrolliert, ob sich Hunde außerhalb der dafür explizit vorgesehenen Bereiche aufhalten. Ziel dieser Maßnahmen ist es, Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit zu gewährleisten, um die Lebensqualität für Einheimische und den Aufenthalt für Besucher angenehm zu halten. Wer gegen die Verordnung verstößt, muss damit rechnen, dass die Kommunalaufsicht einschreitet.

Freie Gassen in der Altstadt

Neben den Stränden bildet die historische Altstadt einen weiteren Schwerpunkt der städtischen Kontrollen. Die Verwaltung fordert Einwohner, Vermieter, Gastronomen und Geschäftsleute auf, Gegenstände wie Fahrräder, Wäscheständer, große Blumentöpfe, Tische und Liegen nicht dauerhaft auf öffentlichen Flächen abzustellen. So soll verhindert werden, dass enge Gassen blockiert werden und das historische Erscheinungsbild beeinträchtigt wird. Zudem werden Verkaufsstände, mobile Einrichtungen und Gastgärten genauer daraufhin überprüft, ob für die genutzten Flächen auch tatsächlich eine entsprechende Genehmigung oder ein Pachtvertrag vorliegt.

Ausnahme für den traditionellen Holzstuhl

Eine traditionelle Ausnahme bleibt im historischen Stadtkern jedoch bestehen: Vor dem eigenen Grundstück darf weiterhin ein kleiner Holzstuhl, ein sogenannter "Štokelić", gemeinsam mit einem kleinen Tisch aufgestellt werden. Einzige Bedingung ist, dass diese Gegenstände nach der Benutzung wieder ins Gebäude gebracht werden. Darüber hinaus geht die Stadt zusammen mit der Polizei gegen Verkehrssünder vor. Dabei wird vor allem unerlaubtes Halten und Parken sowie unbefugtes Fahren in Fußgängerzonen und der Altstadt geahndet. Die gesamten Aktionen der Stadt Pag sollen laut offiziellen Angaben in erster Linie vorbeugend wirken.

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