Kanzleramt

Stocker holte neuen ÖVP-General für 12.000-€-Job

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Ab August übernimmt Markus Gstöttner den Posten des ÖVP-Generalsekretärs. Zuvor leitete er seit Jänner die Stabstelle Reformpartnerschaft im Kanzleramt. Dafür gab es knapp über 12.000 Euro brutto.
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Anfang Juli kündigte ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti seinen Rücktritt an. Als sein Nachfolger wurde Markus Gstöttner - er übernimmt ab August - präsentiert.

Der 39-jährige Wiener war von November 2020 bis Juni 2025 im Wiener Gemeinderat. 2021 machte ihn der einstige ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer zu seinem Kabinettschef. Zuvor war Gstöttner stellvertretender Kabinettschef von Nehammers Vorgänger Sebastian Kurz.

Nach einer kurzen Polit-Pause kehrte er dann ins Bundeskanzleramt zurück. Mit 19. Jänner 2026 übernahm er die Leitung der - neu geschaffenen - Stabstelle "Reformpartnerschaft". Die "Reformpartnerschaft" wurde bekanntlich von der Regierung ins Leben gerufen und soll die Kompetenzen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden grundlegend neu ordnen.

12.163 Euro Brutto-Gehalt

Nun enthüllt eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Vizeklubchefin Alma Zadić an Bundeskanzler Christian Stocker, wie viel Gstöttner für seine Tätigkeit einstreichte. In der Beantwortung heißt es: "Die Leitung der Stabstelle wird auf Basis der Bestimmungen des §74 Abs. 2 lit. b bewertet". Das heißt: Für Gstöttner gab es ein Monatsbruttosalär von 12.163,1 Euro.

Insgesamt arbeiten in der Stabstelle übrigens sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Leiter, fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Verwaltungspraktikant). Aber: "Festzuhalten ist, dass die fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stabstelle Reformpartnerschaft in anderen Organisationseinheiten des Hauses tätig sind, weshalb die Kosten aus ihrer Beschäftigung der Stabstelle nur anteilsmäßig (jeweils 50%) zugerechnet werden und dem Bundeskanzleramt durch ihre Tätigkeit in der Stabstelle kein zusätzlicher finanzieller Mehraufwand entsteht", heißt es in der Anfragebeantwortung.

Auch SPÖ und NEOS setzen auf Koordinator

Zum Aufgabengebiet der Stabstelle zählen unter anderem "die Beratung und Unterstützung des Bundeskanzlers in den Reformprojekten zu den Themenfeldern Verfassungs- und Verwaltungsbereinigung, Energie, Bildung sowie Gesundheit; Koordination und strategische Steuerung der Reformprozesse sowie Ausarbeitung von Zielen, Kennzahlen und Fortschrittsberichten; Abstimmung mit den Bundesländern, den zuständigen Fachressorts, dem Städte- und Gemeindebund sowie externen Expertinnen und Experten und die Vorbereitung der Reform-Steuerungsrunde im Bundeskanzleramt".

Auch SPÖ und NEOS haben einen eigenen Koordinator für die Reformpartnerschaft eingesetzt.