Bundesliga

Massombo-Causa eskaliert: Altach erhöht Druck auf Sturm

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Der 1:0-Sieg von Sturm Graz ist längst zur Nebensache geworden. Rund um Yann Massombo brodelt es gewaltig – und der SCR Altach legt nun nach. Die Vorarlberger prüfen "weitere Schritte" und stellen damit die Vorgänge rund um den Sturm-Kontakt zum Franzosen offen infrage.
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Zur Erinnerung: Altach-Profi Massombo verweigerte am Freitag kurz vor der Abfahrt die Reise nach Graz. Auch seine Mitspieler konnten ihn nicht zum Einsteigen bewegen. Hintergrund ist das Interesse von Sturm Graz am Mittelfeldspieler, das Trainer Fabio Ingolitsch und Sportchef Michael Parensen bestätigt haben. Besonders brisant: Ingolitsch soll mehrfach mit Massombo telefoniert haben – offenbar auch unmittelbar vor der Abfahrt.

Altach sieht rote Linien überschritten

Für die Vorarlberger ist das ein Affront. Massombo steht noch bis Sommer 2027 unter Vertrag, inklusive Option auf ein weiteres Jahr. Der Klub betont, von den Gesprächen mit Sturm zu keiner Zeit informiert worden zu sein. Und genau hier wird es heikel: Laut ÖFB-Regulativ muss ein Verein den bisherigen Klub vor der Aufnahme von Vertragsgesprächen nachweislich informieren.

Doch war Ingolitschs Kontakt tatsächlich schon ein Vertragsgespräch – oder nur ein unverbindlicher Austausch? Genau diese Frage könnte nun über den weiteren Verlauf der Causa entscheiden. Sturm sieht jedenfalls keinen Regelverstoß. Ingolitsch bestätigte den Kontakt und erklärte, Massombo sei als möglicher Nachfolger von Ryan Fosso einer der spannendsten Kandidaten. Gleichzeitig spreche er im Rahmen der Kaderplanung auch mit anderen Spielern.

Zaric geht mit Ingolitschhart ins Gericht

In Altach sitzt der Ärger trotzdem tief. Coach Ognjen Zaric kritisiert vor allem den Zeitpunkt und spricht von fehlendem Respekt und mangelnder Trainer-Ethik. Kapitän Lukas Jäger bestätigte die angespannte Stimmung: Massombo habe noch trainiert und mit der Mannschaft zu Mittag gegessen, kurz vor der Abfahrt habe es im Trainingszentrum jedoch "ordentlich Betrieb" gegeben. Die ganze Sache sei "sehr unschön" gewesen. Patrick Greil will dagegen lieber den Fußball in den Mittelpunkt rücken.

Auch Sportdirektor und Ex-Altach-Kicker  Philipp Netzer schoss gegen Ingolitsch. Der Sturm-Coach blieb kühl: "Wenn er ein Problem hat, dann kann er sich sehr gerne bei mir melden." Sturm prüft die Vorgänge gemeinsam mit Altach auf Geschäftsführerebene, bleibt aber überzeugt, nichts Unrechtmäßiges getan zu haben. Altach dürfte das anders sehen. Der Transferpoker um Massombo hat damit eine neue Dimension erreicht – und könnte für beide Klubs noch unangenehm werden.