Südafrika klagt gegen Mandela-Versteigerung

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Die südafrikanische Regierung hat im Streit um eine geplante Versteigerung von persönlichen Gegenständen des ehemaligen Präsidenten und Nationalhelden Nelson Mandela in den USA das Oberste Gericht angerufen.
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Die Gegenstände seien Teil des südafrikanischen Kulturerbes, erklären die Kulturgüterbehörde und das Kulturministerium in der am Dienstag eingereichten Klage. Sie stufen den Export und Verkauf der Erinnerungsstücke daher als rechtswidrig ein.

In dem seit Jahren andauernden Rechtsstreit geht es um 29 Gegenstände aus dem Nachlass Mandelas, darunter ein Personalausweis und mehrere seiner legendären bunten Hemden. Das New Yorker Auktionshaus Guernsey's, das mit einer Tochter Mandelas zusammenarbeitet, hatte die Auktion im Jahr 2021 angekündigt. 2022 wurde sie auf Betreiben Südafrikas auf Eis gelegt.

Nachdem ein südafrikanisches Gericht grünes Licht gegeben hatte, wurde die Auktion für 2024 erneut angesetzt und dann wieder gestoppt, weil die südafrikanische Regierung erneut protestierte. Im Jänner entschied das Oberste Berufungsgericht dann, die Kulturgüterbehörde habe nicht in jedem Einzelfall nachweisen können, dass es sich bei den Gegenständen um Kulturgüter handelt. Nun rief die Regierung noch das Verfassungsgericht an.

Älteste Tochter will mit Erlös eine Gedenkstätte einrichten

Mandelas älteste Tochter Makaziwe hatte die Auktion genehmigt, um mit dem Erlös einen Gedenkgarten an der Grabstätte ihres Vaters im Dorf Qunu einzurichten. Unter den Objekten sind auch der Schüssel zu Mandelas Zelle auf der Gefängnisinsel Robben Island, Briefe sowie Geschenke der früheren US-Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton.

Mandela kämpfte gegen das Apartheidsystem in Südafrika und saß 27 Jahre im Gefängnis, davon 18 Jahre auf Robben Island. Nach seiner Freilassung wurde er im Mai 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt und hatte dieses Amt bis Juni 1999 inne. Er starb im Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren.