Bosch
Tech-Konzern kassiert 225-Millionen-Förderung
Die Förderung in Höhe von bis zu 225 Mio. US-Dollar (197 Mio. Euro) stammt aus dem Chip-Programm des US-Handelsministeriums, wie Bosch mitteilte. Insgesamt investiert das Unternehmen aus Gerlingen bei Stuttgart bis zu 2 Mrd. Dollar in den Standort.
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Zugleich hat Bosch demnach mit der Musterfertigung von Siliziumkarbid-Chips in Roseville begonnen. Noch in diesem Jahr soll die Serienproduktion anlaufen – gut drei Jahre nach dem Kauf des Werks von TSI Semiconductors im August 2023. Diese Art Halbleiter gilt als Schlüsseltechnologie, unter anderem für E-Autos. Sie ermöglichen höhere Reichweiten und effizienteres Laden, da durch sie deutlich weniger Energie verloren geht.
Bosch arbeitet gerade daran, sein Geschäft mit Halbleitern auszuweiten. Die Chips können demnach unter anderem auch die Effizienz von Rechenzentren verbessern. Das dürfte den Schwaben angesichts des Booms der Künstlichen Intelligenz neue Geschäftsfelder eröffnen. Bosch hat nach eigenen Angaben seit dem Start der ersten Chip-Generation im Jahr 2021 weltweit mehr als 60 Millionen solcher SiC-Chips an seine Kunden ausgeliefert.
Bosch steckt Milliarden in US-Standorte
Der Start der Musterfertigung und die Fördervereinbarung sind nach Angaben des Bosch-Nordamerikachefs Paul Thomas ein Meilenstein, um den Kunden vor Ort das zu liefern, was sie gefordert haben – eine lokale Fertigung.
In Deutschland hat der weltgrößte Autozulieferer zwei Halbleiter-Fabriken, in Dresden und Reutlingen. Aber nur in Reutlingen werden auch Siliziumkarbid-Chips produziert. Roseville ist die erste Chip-Fertigung von Bosch in den USA. Dort arbeiten mehr als 300 Menschen. 2031 feiern die Schwaben ihr 125. Jubiläum in den Vereinigten Staaten. Bis dahin will der Konzern bis zu 7,5 Milliarden Dollar in seine dortigen Standorte investieren.