Wien. Und so ging die betagte Wienerin im aktuellen Fall der mafios organisierten Anrufer auf den Leim: Die männliche Stimme stellte sich als angeblicher Polizeibeamter der Kriminalprävention vor und erklärte der 84-Jährigen - Achtung neuer Schmäh -, dass eine Täterin nach einer versuchten betrügerischen Geldbehebung bei einer Bank festgenommen worden sei und dass diese Dame die Identität der 84-Jährigen angegeben bzw. verwendet habe.
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Eigentlich sollte man spätestens an diesem Punkt auflegen und die echte Polizei alarmieren, doch die Senikorin hörte weiter zu und wurde tatatsächlich davon überzeugt, dass sie nun eine wichtige Zeugin sei, die alles daran setzen müsse, diese kriminellen Elemente bzw. Vorgehen zu stoppen. Dafür sei es notwendig, allfällige Bargeldbestände und Wertgegenstände, die sie daheim habe, kurzzeitig an einen Mitarbeiter zu übergeben, damit dieser sie "scannen" kann. Die 84-Jährige, die offenbar nicht wusste, was das bedeutet (und dass es eigentlich keinen Sinn macht), wollte nur helfen und war mittendrin in der ausgelegten Falle: Sie übergab einen Bargeldbetrag und Goldbarren im Wert von mehr als 100.000 Euro einem falschen Polizisten, der vorbeikam, und sah ihre "eingescannten" Ersparnisse nie wieder.
Informationen und Präventionstipps, wie man sich richtig verhält, wenn sich zweifelhafte Anrufer unangemeldet aufdrängen, erhält man von der echten Kriminalprävention des Landeskriminalamtes Wien unter der Telefonnummer 0800-216-346 oder per Mail unter lpd-w-lka-ab-kriminalpraevention@polizei.gv.at