Das ging ordentlich schnell! Als sich abzeichnete, dass der "Six Kings Slam" in Saudi-Arabien verschoben werden könnte, fackelte Herwig Straka nicht lange. Der Turnierdirektor griff zum Telefon, nahm Kontakt mit dem Management von Carlos Alcaraz auf – und landete einen Volltreffer. Der spanische Superstar sagte für Wien zu!
Tennis-Hammer! Alcaraz lässt Wien nach Sinner-Schock jubeln
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"Dann ist alles sehr rasch gegangen und Carlos hat ohne großes Zögern für Wien zugesagt", freut sich Straka. Nach der verletzungsbedingten Saisonabsage von Titelverteidiger Jannik Sinner ist die Zusage des Spaniers ein kräftiges Ausrufezeichen. Aus dem Sinner-Dämpfer wird damit ein neuer Tennis-Kracher.
Wien-Comeback nach fünf Jahren
Denn Alcaraz reiht sich in ein ohnehin hochkarätiges Feld ein: Neben ihm schlagen Alexander Zverev, Daniil Medvedev, Flavio Cobolli, Alex de Minaur und Frances Tiafoe in der Wiener Stadthalle auf. Sechs Top-Ten-Stars bei einem Turnier – das verspricht Tennis der Extraklasse.
Für Alcaraz ist es zugleich eine Rückkehr an einen vertrauten Ort. Sein bislang letzter Auftritt bei den Erste Bank Open liegt fünf Jahre zurück. Ende Oktober bekommt das Wiener Publikum nun endlich wieder die Gelegenheit, den spanischen Ausnahmekönner live zu erleben.
Der 23-Jährige wird am Samstag, 24. Oktober, in Wien erwartet. Sein erstes Match steigt am Dienstag, 27. Oktober. Die Erste Bank Open gehen von 24. Oktober bis 1. November über die Bühne und sind mit 2.797.985 Euro dotiert.
Sieben Grand-Slam-Titel & noch lange nicht satt
Wer Alcaraz verpflichtet, bekommt nicht einfach nur einen Tennisspieler. Der Spanier ist ein Superstar, ein Publikumsliebling und einer der spektakulärsten Akteure auf der Tour. Mit gerade einmal 23 Jahren hat er bereits sieben Grand-Slam-Titel gesammelt.
2022 schockte er die Tenniswelt mit seinem US-Open-Triumph und wurde zum jüngsten Weltranglistenersten der Geschichte. Es folgten große Siege in Wimbledon und bei den French Open. Mit dem Triumph bei den Australian Open 2026 machte er schließlich den Karriere-Grand-Slam perfekt – als jüngster Spieler überhaupt. Auch heuer läuft es für Alcaraz nach Wunsch: Er triumphierte in Melbourne, Doha und zuletzt in Tokio. Jetzt soll Wien zum nächsten Schauplatz seiner Erfolgsgeschichte werden.
Bald Stephansdom unter die Haut?
Bei Alcaraz geht es nach einem Grand-Slam-Triumph nicht nur um Pokale und Preisgeld. Der Spanier ist dafür bekannt, große Erfolge mit besonderen Tattoos zu verewigen. Seine bisherigen Motive erinnern an wichtige Meilensteine seiner Karriere.
Sollte ihm in Wien der ganz große Coup gelingen, hätte er jedenfalls ein weltberühmtes Motiv direkt vor der Haustür: den Stephansdom! Ob sich der Tennis-Star tatsächlich die Wiener Sehenswürdigkeit unter die Haut stechen lassen würde, ist natürlich offen. Als Erinnerung an einen möglichen Turniersieg wäre es aber ein echter Hingucker.
Und was ist mit Djokovic?
Auch um Novak Djokovic hatte sich Straka zuletzt bemüht. Wie oe24 berichtete, traf der Turnierdirektor den Serben in Peking und lotete einen möglichen Wien-Start aus. Djokovic zeigte grundsätzliches Interesse, plant nach seinem frühen Shanghai-Aus derzeit aber nur noch mit einem Auftritt beim Masters in Paris Anfang November. Ein zusätzlicher Abstecher nach Wien ist damit vorerst nicht vorgesehen.
Doch auch ohne den 24-fachen Grand-Slam-Sieger hat das Turnier nun einen echten Kracher im Programm. Straka hat nach dem Sinner-Dämpfer blitzschnell reagiert – und mit Alcaraz einen Superstar nach Wien gelotst, der für Tennis der Extraklasse steht.