Polen

Terror von Krakau: Das Protokoll

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Nach dem schockierenden Anschlag in Krakau beginnt in Polen eine zweitägige Staatstrauer. Das Protokoll, so liefen die ersten Terror-Minuten ab.
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Die Tat war nach Einschätzung der Behörden mutmaßlich rechtsextrem motiviert. Die Staatsanwaltschaft stufte die tödlichen Schüsse auf dem Marktplatz von Krakau als terroristische Straftat ein.

Michael O. Attentäter Krakaus © privat/Social Media

Das Protokoll des Terrors vom 7. November 2026:

15 Uhr: Der erste Notruf geht bei den Rettungsdiensten ein. Es fallen Schüsse!

15.02 Uhr: Die Krakauer Stadtwache trifft als erste Einsatzkraft am Tatort ein.

15.03 Uhr: Die erste Polizeistreife leitet 23 Sekunden nach der Alarmierung konkrete Maßnahmen vor Ort ein. Zeitgleich beginnt der Schusswechsel mit dem Täter.

Im Verlauf der Tat beschoss der Angreifer aus einem fahrenden Auto heraus eine Straßenbahn der Linie 1. Eine Scheibe der Fahrerkabine zersplitterte; der Fahrer sowie die Insassen blieben unverletzt. "Tat hat terroristischen Charakter" Nach dem Blutbad laufen die Ermittlungen. Ermittelt werde wegen der Tötung von sechs Personen sowie des versuchten Mordes an zahlreichen weiteren Personen, darunter Polizeibeamte, "wobei diese Tat einen terroristischen Charakter aufwies", teilte die Staatsanwaltschaft des Landes auf der Plattform X mit.

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Politisches Motiv

Die Ermittler sprachen nicht ausdrücklich von einem politischen Motiv. Zugleich werde wegen der Tötung von drei weiteren Personen in der Stadt Ostrowiec Swietokrzyski ermittelt. "Das Beweismaterial deutet darauf hin, dass diese Taten von derselben Person begangen wurden", hieß es. In der Stadt zwei Fahrtstunden nordöstlich von Krakau waren im Wohnhaus der Familie Vater, Mutter und Schwester des mutmaßlichen Todesschützen tot mit Schussverletzungen aufgefunden worden. Täter angeschossen und festgenommen Der polnische Innenminister, Marcin Kierwinski, teilte bereits am Samstag mit, der Täter sei angeschossen und festgenommen worden. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Daniel Prokopowicz, sagte, die Ermittlungen dauerten an. In dem Haus seien sieben Schusswaffen und eine erhebliche Menge Munition sichergestellt worden. Zusammen mit den Funden in Krakau belaufe sich die Zahl auf elf Waffen, sagte Prokopowicz.

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Terror von Krakau

Der 24-jährige Mann hatte am Samstag aus einem Auto heraus wahllos auf Passanten auf dem Marktplatz der zweitgrößten Stadt Polens geschossen. Zu seinem Motiv gibt es keine Klarheit. Er soll nach ersten Erkenntnissen "sehr radikale Ansichten" vertreten haben, wie Polens Innenminister Marcin Kierwinski sagte. Es gebe Anzeichen dafür, dass er von rechtsextremistischen Ideologien fasziniert gewesen sei, auch wenn dies noch näher überprüft werden müsse. Unter den Opfer ist auch eine Frau aus Niederösterreich (51).