Vergleich

Teurer Rauswurf: Staat zahlt Ex-PH-Rektor

© C.Stadler/Bwag
Der Vergleich zwischen dem Bildungsministerium und Erwin Rauscher, dem ehemaligen Rektor der Pädagogischen Hochschule (PH) Niederösterreich, ist rechtswirksam.
Zur Vollversion des Artikels

Rauscher, der die Hochschule seit 2006 leitete, war im Herbst 2025 vorzeitig abberufen worden. Das Ministerium warf ihm vor, "Dummy"-Lehrveranstaltungen angelegt zu haben, um Mitarbeitende für andere Tätigkeiten zu entlohnen.

Daraufhin klagte Rauscher vor dem Arbeits- und Sozialgericht wegen rechtswidriger Abberufung. Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn wurden bereits Ende 2025 eingestellt.

Vergleich angenommen

Gemäß dem nun geschlossenen Vergleich wird die einseitige Abberufung zurückgenommen und das Dienstverhältnis stattdessen mit 30. September 2026 einvernehmlich aufgelöst. Zudem musste das Ministerium eine Aussendung verbreiten, in der es Rauscher für seine jahrzehntelange Tätigkeit dankt.

Rauschers Anwalt Dominik Konlechner zeigte sich dem "Kurier" gegenüber erfreut, "dass die Abberufung meines Mandanten und die falschen Vorwürfe nunmehr zurückgenommen wurden." Er bedauerte jedoch, dass sein Mandant ein Jahr lang nicht arbeiten konnte und die Aktion des Ministeriums der Republik erheblichen finanziellen Schaden zugefügt habe. Das Bildungsministerium hält laut "Kurier" hingegen am Vorwurf der Dienstpflichtverletzung fest und betonte, man habe durch die Einigung lediglich eine "langwierige rechtliche Auseinandersetzung vermieden". Neuer Rektor der PH Niederösterreich ist seit Anfang August Bernd Langensteiner.