Horror pur

Tierquäler-Hof in NÖ: Grüne fordern Aus

© VGT.at
Niederösterreichs Grüne haben am Donnerstag die behördliche Schließung des aufgrund der offenbar vorherrschenden Zustände zuletzt kritisierten Mastbetriebes im Bezirk St. Pölten gefordert.
Zur Vollversion des Artikels

Dies sei die "einzige verantwortbare Konsequenz", hielt der Landtagsabgeordnete Dominic Hörlezeder in einer Aussendung fest. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) wird indes eine Demonstration vor dem betroffenen Unternehmen abhalten.

"Dieser Betrieb steht seit 13 Jahren für Tierleid, Anzeigen und gebrochene Versprechen", betonte Hörlezeder. Daher brauche es die sofortige Schließung und eine Abnahme der dort gehaltenen Tiere. Vorliegend sei zudem ein strukturelles Problem: "Die Bezirkshauptmannschaften sind mit den Tierschutzkontrollen personell schlicht überfordert." Notwendig sei daher eine Personalaufstockung bei den Kontrolleinrichtungen der Bezirkshauptmannschaften, insbesondere im amtstierärztlichen Dienst.

Friedlicher Demozug geplant

Der VGT führt am Donnerstagnachmittag einen Demozug samt Mahnwache vor dem Mastbetrieb durch. "Aufrufe zu 'Selbstjustiz', Besitzstörung oder Gewaltandrohungen werden von der Versammlungsleitung nicht toleriert", wurde im Vorfeld betont.

Vom VGT stammt auch die Anzeige gegen den Mastbetrieb, der 2023 bereits das Landesgericht St. Pölten beschäftigt hatte. Der Prozess gegen den Landwirt endete damals mit einer Diversion. Nun steht für den VGT unter anderem im Raum, dass der Mann entgegen eines Haltungsverbotes "mit den Tieren tätig" sei. Seitens der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten wurde auf engmaschige Kontrollen und eingeleitete Verwaltungsstrafverfahren verwiesen. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten führt in der Causa aktuell keine Ermittlungen, sagte Behördensprecher Thomas Korntheuer am Donnerstag auf APA-Anfrage.