Welttierschutztag

Tierwohl im Haus des Meeres: Was hinter den Kulissen passiert

© Haus des Meeres
Am Welttierschutztag zeigt das Haus des Meeres in Wien, dass Tierwohl weit mehr bedeutet als Futterausgabe und ein sauberes Gehege.
Zur Vollversion des Artikels

Der 4. Oktober steht voll und ganz im Zeichen des Welttierschutztags. Zu diesem Anlass zeigt das Haus des Meeres im 6. Wiener Gemeindebezirk, wie interessant man hier den Alltag für die Zoobewohner gestaltet: Futter wird versteckt oder so angeboten, dass die Tiere danach suchen und sich ihre Mahlzeit erarbeiten müssen. Zudem sorgen neue Kletter-, Rückzugs- und Beschäftigungsmöglichkeiten laufend für Abwechslung. Und auch Trainings gehören dazu, bei denen gelehrt wird, freiwillig auf die Waage zu steigen oder bei Untersuchungen mitzumachen – möglichst ohne Stress.

Die Strahlenschildkröten genießen die letzten Sonnenstrahlen in ihrer Außenanlage. © Haus des Meeres

Manche Hausbewohner haben eine dramatische Vergangenheit hinter sich. Strahlenschildkröten und Nashornleguane etwa kamen nach Fällen von illegalem Wildtierhandel ins Haus des Meeres. Doch Tierschutz bedeutet auch, gegebenenfalls Abschied zu nehmen. So übersiedelte der allseits beliebte Sunda-Gavial Adam nach Leipzig, um dort mit Weibchen zur Erhaltungszucht seiner bedrohten Art beizutragen. Bekanntlich betreibt das Haus des Meeres auch eine Auffangstation für Reptilien und Amphibien. Ausgesetzte, beschlagnahmte oder abgegebene Tiere werden hier versorgt und nach Möglichkeit vermittelt. Mit einem Sachkundenachweis werden zudem künftige Halter auf die Bedürfnisse exotischer Tiere vorbereitet.

Der Nashornleguan hat heute einen festen Platz im Haus des Meeres gefunden. © Haus des Meeres

"Höchstes Tierwohl ist die Grundlage aller Entscheidungen, die wir treffen! Von der täglichen Betreuung unserer Tiere, über Forschung und internationale Zusammenarbeit bis hin zur Auffangstation und Bildungsarbeit verfolgen wir das Ziel, die Lebensqualität von Tieren nachhaltig zu verbessern und Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit ihnen zu sensibilisieren", erklärt Jeff Schreiner, Zoodirektor und Tierarzt des Haus des Meeres.