Um Restaurant-Speisekarten aufzupeppen, benutzte der Konzern künstliche Intelligenz (KI). Das Problem: Die Computer-Bilder waren so merkwürdig und eklig, dass den Kunden der Appetit verging.
Eklige Bilder entsetzten die Kunden
Die KI nahm die Namen der Gerichte nämlich viel zu wörtlich. Heraus kamen dann die skurrilsten Bilder und Videos, die im Netz für Spott und auch Entsetzen sorgten.
Wer "Tiger Prawns" bestellte – zu deutsch Tigergarnelen – bekam im Online-Menü keine leckeren Meeresfrüchte serviert, sondern eine Schüssel voll mit winzigen, lebendigen Tiger-Babys, die in einer scharf gewürzten, indischen Suppe schwammen.
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Aus dem britischen Klassiker "Bacon and egg soda" – Sodabrot mit Speck und Ei – bastelte die KI ganz wörtlich genommen einen braunen Sprudel, in der ein durchnässtes Brot und fette Speckstreifen trieben.
Eine simple "Jacket Potato" (Ofenkartoffel) mutierte dank KI zu einer echten Winterjacke im Kartoffel-Look..
Fehler auch in Österreich
Auch in Österreich kam es zu Fehlern bei der KI-Generierung. So wurde beispielsweise ein Cheeseburger mit Pommes eiskalt als Schweinekotelett mit Kartoffeln dargestellt.
Viele Restaurantbesitzer wussten nichts davon
Brisant: Viele Restaurant-Besitzer wussten überhaupt nichts von den Fake-Fotos. Die künstliche Intelligenz hatte teilweise sogar echte Bilder der Gastronomie einfach mit dem KI-Unsinn überschrieben. Die Konzernmutter "Just eat" zog schließlich am 19. Oktober die Notbremse und beendete die KI-Visualisierungen.
"Wir haben KI-verbesserte Bilder getestet und wie mit jeder neuen Technologie kann das anfänglich zu Fehlern führen. Wir bedauern alle inakkuraten Bilder, die veröffentlicht wurden", so ein Konzernsprecher gegenüber der britischen Tageszeitung "The Independent".
Allerdings ist der Schritt nur als Pause gedacht. Langfristig will "Just eat" nämlich mit verbesserten KI-Modellen arbeiten.