1.130 Asylwerber
Tirol schließt wegen sinkender Asylwerberzahlen zwei Unterkünfte
Die Flüchtlingsgesellschaft Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) hat wegen stark sinkender Asylwerberzahlen mit sofortiger Wirkung zwei Unterkünfte in Roppen (Bezirk Imst) und Scharnitz (Bezirk Innsbruck-Land) geschlossen. Waren es zu Spitzenzeiten noch knapp 6.000 Asylwerber, betreute die vom Land ausgegliederte Gesellschaft mit Stand Juli noch 1.130 Asylwerber. Nun sollen neben den Schließungen weitere "verantwortungsvolle Strukturanpassungen" folgen.
Notwendig würden diese, weil sich mit den sinkenden Asylwerberzahlen auch Tagsätze von Land und Bund - die Haupteinnahmequelle für die TSD - im Sinkflug befinden würden. Bereits im Jahr 2025 hatte es deshalb Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen gegeben. Es wurde ein Sparziel von einer Million Euro ausgerufen, Mitarbeiter wurden gekündigt. Damit dürfte aber noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Im Bereich der Grundversorgung seien jedenfalls "Anpassungen nach unten unausweichlich", hieß es am Montag in einer Aussendung der TSD, die als Tochtergesellschaft zu 100 Prozent im Eigentum des Landes steht. Diese Anpassungen stehen auch vor dem Hintergrund ganz handfester Zahlen: Das Jahr 2026 werden die TSD mit einem kolportierten Erlös von 37,5 Millionen Euro beenden, während es 2025 noch 43 Millionen Euro waren.
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Mitarbeiter-Abbau bis Jahresende
Ziel sei es nunmehr, "die Betreuungseffizienz zu steigern, Leerstände zu vermeiden und öffentliche Mittel verantwortungsvoll und sparsam einzusetzen", verlauteten die TSD-Verantwortlichen am Montag. Neben einer "Konsolidierung der Infrastruktur" komme es auch "zu einer Anpassung des Personalstands". Die Zahl der Mitarbeiter sei in den vergangenen Jahren konstant bei rund 250 gelegen, aktuell liege diese bei 223 Personen. Der Abbau von "durchschnittlich zwei bis drei Stellen pro Monat" werde aus aktueller Sicht zudem noch "bis Ende des Jahres fortgeführt". Zu Spitzenzeiten lag die Mitarbeiterzahl bei den TSD übrigens bei 360 Personen.