Alpin-Unfall

Todessturz bei Online-Treffen

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11 sportbegeisterte User einer Kennenlern-APP hatten sich zum Aufstieg zu einer Gipfelwanderung verabredet. Nur 10 kamen zurück.
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Tirol. Die dramatischen Ereignisse hatten sich am Samstag im Bezirk Reutte abgespielt - dort stieg am Morgen eine Gruppe, bestehend aus elf Deutschen und Liechtensteinern, zum Gipfel der "Hochschrutte" im Gemeindegebiet von Bichlbach auf.

Die Frauen und Männer hatten sich zuvor digital via einer App verabredet, auf der Singles, Aktive und auch ältere User gemeinsame Erlebnisse organisieren und sich dann zu allem Möglichen verabreden - vom Testen neuer Lokale über Kulturveranstaltungen bis hin zu Wanderungen und Reisen. In diesem Fall waren alle privat nach Österreich angereist, wobei kein Bergführer gebucht oder unter den Reihen der Teilnehmer dabei war.

Die Leiche und ein unmittelbarer wurden mit dem Heli ins Tal geflogen. © ZOOM.TIROL

Gegen Mittag erreichte die Gruppe den Gipfel und machte dort eine Pause. Anschließend stiegen die Teilnehmer in Richtung Pfuitjöchel ab. Gegen 13.30 Uhr kippte plötzlich einer, ein 69-jähriger Mann aus Liechtenstein,  nach vorne um und stürzte in weiterer Folge ca. 80 bis 100 Meter in eine Felsrinne hinab, wo er schließlich liegen blieb.

Die Begleiter setzten unverzüglich einen Notruf ab und versuchten, Erste Hilfe zu leisten. Der Arzt an Bord des alarmierten Notarzthubschraubers konnte jedoch nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Die Leiche des 69-Jährigen musste durch den Polizeihubschrauber "Libelle Tirol" und die Alpinpolizei geborgen und ins Tal geflogen werden.

Während ein unmittelbarer Zeuge durch den Notarzthubschrauber aufgrund eines erlittenen psychischen Schocks in das Bezirkskrankenhaus Reutte geflogen werden musste, konnten die weiteren Gruppenmitglieder mit Unterstützung durch Kräfte der Bergrettung Bichlbach selbstständig ins Tal absteigen. Im Einsatz standen der Notarzthubschrauber "RK 2", die Bergrettung Bichlbach sowie die Alpinpolizei und die Polizei Lermoos. Nach Abschluss der Ermittlungen durch die Alpinpolizei ergehen Berichte an die zuständigen Stellen.