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Tollwütiger Biber attackiert 13-Jährigen Bub

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Ein Ausflug an einen See im US-Bundesstaat Maryland endete für einen 13-Jährigen im Spital. Ein großer Biber biss den Buben mehrfach und wurde später positiv auf Tollwut getestet.
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Dominick C. war mit seiner Familie am Hunting Creek Lake unterwegs und beobachtete dort die Fische unter Wasser. Plötzlich griff ein rund 1,20 Meter großer Biber den Jugendlichen an.

Das Tier biss dem Buben laut US-Medien in die Haut. Der 13-Jährige versuchte daraufhin, den Biber von sich wegzubekommen. Sein Vater schilderte dem Sender "Wusa 9", dass der Jugendliche den Kopf und ein Bein des Tieres packte.

Doch der Biber ließ nicht locker. Laut der Schilderung biss er erneut zu – diesmal in die Hand des Buben.

Mit Rettungshubschrauber ins Spital

Für Dominick war der Angriff offenbar besonders heftig. Die Rettungskräfte brachten ihn unter Tollwutverdacht ins Spital. Weil zunächst befürchtet wurde, dass seine Lunge verletzt worden sein könnte, wurde der Jugendliche mit einem Rettungshubschrauber zum Johns Hopkins Hospital geflogen.

Zum Glück bestätigte sich die Sorge nicht. Ganz ohne Folgen blieb der Angriff dennoch nicht.

"Er hatte viele Arzttermine, vor allem wegen der Tollwutimpfungen, die er bekommen musste", erklärte seine Mutter gegenüber "Fox News Digital".

Drei Operationen nach dem Angriff

Mittlerweile geht es dem 13-Jährigen wieder deutlich besser. Am 4. September musste er allerdings operiert werden, um einen durchtrennten Nerv in seinem Finger zu reparieren.

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Insgesamt wurde der Jugendliche drei Mal operiert. Zusätzlich musste er mehrere Impfungen gegen Tollwut erhalten.

Seine Mutter bezeichnete den Angriff als traumatisch und zeigte sich gleichzeitig erleichtert, dass es die Möglichkeit einer Tollwutimpfung gibt.

Biber wurde positiv auf Tollwut getestet

Auch für das Tier nahm der Vorfall ein Ende: Der Biber wurde eingefangen und laut den Berichten positiv auf Tollwut getestet. Anschließend wurde er eingeschläfert.

Kurz darauf wurde auch der Zugang zum Schwimmen am Hunting Creek Lake geschlossen.

Tollwut in Österreich

Für Österreich gibt es bei der sogenannten erdgebundenen Tollwut eine deutlich andere Situation. Laut Sozialministerium gilt diese – etwa durch Füchse, Hunde oder Mäuse übertragen – seit 2008 als ausgerottet. Die Weltgesundheitsorganisation führt Österreich als tollwutfrei.

Eine mögliche Gefahr besteht allerdings weiterhin durch Fledermaus-Tollwut. Auch ein aus dem Ausland eingeführtes Tier, das nicht ordnungsgemäß geimpft und tierärztlich freigegeben wurde, könnte grundsätzlich eine Ansteckungsgefahr darstellen.

Was bei Tollwut-Verdacht wichtig ist

Tollwut ist nach Ausbruch der Erkrankung in der Regel tödlich. Nach einem Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier sollte deshalb sofort medizinische Hilfe gesucht werden – auch nach einem Fledermauskontakt.

Für Fragen und Beratung steht in Österreich außerdem die Tollwutberatungsstelle der AGES zur Verfügung.