Neuer Blockbuster
Tom Cruise in "Digger" kaum zu erkennen
Tom Cruise lieferte in den vergangenen Jahren mit Werken wie "Top Gun: Maverick" oder neuen "Mission: Impossible"-Filmen Verlässlichkeit für das Publikum. Mit "Digger" bricht er dieses Versprechen jedoch bewusst. Unter Prothesen und mit einem künstlichen Bauch verkörpert der Schauspieler die Rolle von Digger Rockwell, einem alternden Öl-Milliardär. Dieser löst eine weltweite Umweltkatastrophe aus und versucht anschließend, sich als Retter der Menschheit zu inszenieren.
Gespaltene Reaktionen der Kritiker
Nach Premieren in London, New York und Los Angeles gehen die Meinungen weit auseinander. Filmjournalist Jim Hemphill sprach von der besten Leistung von Cruise seit "Magnolia" aus dem Jahr 1999 und nannte das Werk einen der visuell erfindungsreichsten Studiofilme überhaupt. Auch Jake Hamilton lobte das Spiel des Darstellers und verglich die Arbeit von Regisseur Alejandro González Iñárritu mit Kubrick und "Black Mirror". Auf der Gegenseite bezeichnete Joey Magidson von Awards Radar den Film schlicht als ein Chaos.
Auch interessant
Starke Besetzung und aufwendige Technik
Handwerklich geht das Projekt ungewöhnliche Wege. Iñárritu drehte zusammen mit Kameramann Emmanuel Lubezki auf 35-Millimeter-Film im VistaVision-Verfahren der 1950er-Jahre. Neben regulären Vorstellungen wird das Werk auch in IMAX, Dolby Cinema und ausgewählten VistaVision-Sälen gezeigt. Die Filmmusik stammt vom britischen Musiker Cosmo Sheldrake. An Cruises Seite übernimmt die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller die Rolle von Diggers Halbschwester und Geschäftspartnerin Emma Rockwell. Das Ensemble wird durch Riz Ahmed, John Goodman als US-Präsident, Michael Stuhlbarg und Jesse Plemons komplettiert. Wer einen reinen Actionfilm erwartet, sieht sich anderen Erwartungen gegenüber; wer hingegen Iñárritus Stil schätzt, findet reichlich Diskussionsstoff.
"Digger" startet am 1. Oktober in den heimischen Kinos.