Oper im Steinbruch
"Tosca": Premiere mit Twist und Explosionen
Schon 2015 feierten 93.000 Besucher die "Tosca" im Römersteinbruch St. Margarethen. Jetzt bringen Intendant Daniel Serafin, Regisseur Thaddeus Strassberger und Kostümbildner Giuseppe Palella den Giacomo Puccini mit "einem Twist" zurück. Am Mittwoch (15. Juli) steigt die Premiere. Bis zum 22. August steigen 24 Vorstellungen, bei denen Tosca im Rom der napoleonischen Kriege verortet ist.
Neue "Tosca" startet hochexplosiv
Schon das neue Opening wird hochexplosiv: eine Attacke mit Kanonenkugeln und großen Feuerwerksexplosionen. Wenn sich das Heiligtum - ein riesiger Aufbau - öffnet, sei draußen alles zerbombt und drinnen herrsche Schönheit und Reinheit. Im Zentrum des Bühnenbildes, das "ein Wechselspiel zwischen Schönheit und Bedrohung widerspiegeln soll" stehen der Hauptaltar, ein Kerzenständer, das Heiligtum sowie ein Weihrauchfass. Die Handlung spielt vor römischen Schauplätzen wie der Basilika Sant'Andrea della Valle, dem Palazzo Farnese und der Engelsburg.
Auch interessant
Wechselspiel zwischen Schönheit und Bedrohung
Sind bei der 165-minütigen Inszenierung die weißen Kostüme als Kontrast zum ohnehin sehr aufgeregten Set zu sehen, so hat man sich auch für Toscas Sprung einen Twist überlegt. Sie wird inmitten von Rauch und Licht in den Himmel steigen - als "Schutzengel".
Die Hauptrolle der "Tosca" wird alternierend von Joyce El-Khoury, Celine Byrne und Melissa Purnell gesungen. Als "Cavaradossi" sind entweder Yongzhao Yu, Bror Magnus Tødenes oder Adorján Pataki zu sehen. Die musikalische Leitung übernimmt der italienische Dirigent Valerio Galli.
"Der Steinbruch bietet die perfekte Kulisse für diese fesselnde Geschichte voller Emotionen und musikalischer Stärke," zeigte sich Intendant Serafin schon bei den Proben erfreut und legt 2027 mit Giuseppe Verdis "Rigoletto" nach.