Bewirtung

Tourismus in NÖ ist und bleibt Jobgarant

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Die Wirtschaftskammer NÖ lädt zu einem sachlichen Blick auf die Fakten ein: Karin Rosenberger und Dietmar Schöner, die Obleute der Fachgruppen Hotellerie und Gastronomie, würden sich von der Gewerkschaft vida etwas mehr Differenzierung wünschen – und weniger pauschale Kritik an der Branche.
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Die Zahlen sprechen für sich: Knapp 49.000 Menschen arbeiteten im Vorjahr in Niederösterreichs Tourismus und Freizeitwirtschaft, verteilt auf rund 4.000 Betriebe. Zum Vergleich: 2015 waren es noch etwa 4.000 Arbeitsplätze weniger – ein schöner Beweis dafür, wie sehr diese Branche zum Wohlstand im Land beiträgt. Weil die Ansprüche der Gäste stetig wachsen, braucht es in dieser Dienstleistungsbranche naturgemäß auch mehr Personal. Da sich nicht alle offenen Stellen mit einheimischen Kräften besetzen lassen, greifen viele Betriebe dankbar auf Saisonkontingente für Drittstaatsangehörige oder die Rot-Weiß-Rot-Card zurück.

Eine echte Erfolgsgeschichte

Ein Beispiel dafür ist die langjährige Beschäftigung von Nepalesen auf zahlreichen Berghütten – eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte, wie die beiden betonen. Ohne diese "wertvolle Unterstützung" müssten so manche Hütten schließen, wovon am Ende auch das einheimische Personal betroffen wäre. Erwähnenswert ist zudem: Saisoniers zahlen mit Blick auf unser Sozialsystem fast ausschließlich ein, statt zu belasten – ein Aspekt, der in der öffentlichen Debatte oft zu kurz komme.

Miteinander statt Gegeneinander

"Auf alle Beschäftigungsverhältnisse wird der Kollektivvertrag angewendet, auf den sich die Gewerkschaft mit der WK geeinigt hat. Es gebe hier weder eine Billiglohnkonkurrenz noch Lohndumping. "Und es wäre schön, wenn auch die vida diese anerkennen würde", so Rosenberger und Schöner. Etwas schade finden die beiden, dass die jüngste Aussendung zum KV-Abschluss – der die Unternehmen in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten durchaus fordert – "gleich wieder für pauschale Kritik genutzt wurde".

"Zum Glück ist die Stimmung an den Arbeitsplätzen in unseren Hotels und Gasthäusern eine ganz andere, als insbesondere Herr Hebenstreit der Öffentlichkeit vermitteln möchte. Wir stehen für ein Miteinander, nur im Team können wir erfolgreich sein", so die beiden Branchenvertreter abschließend mit einem versöhnlichen Appell.