Vor Griechenland
Touristin springt von Kreuzfahrtschiff und überlebt 20 Stunden im Meer
Ein Sprung von einem Kreuzfahrtschiff endete für eine 44-jährige Passagierin beinahe tödlich. Die Frau aus El Salvador ging vor der griechischen Küste über Bord und trieb rund 20 Stunden im Ionischen Meer, bevor sie gerettet wurde. Ein vorbeifahrendes Frachtschiff entdeckte die Vermisste schließlich in den frühen Morgenstunden. Sie überlebte dank eines Rettungsrings.
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Der Vorfall ereignete sich am 9. Oktober südwestlich der griechischen Insel Zakynthos. Die Frau war an Bord der "Odyssey of the Seas" der Reederei Royal Caribbean unterwegs, als sie am frühen Freitagmorgen ins Meer sprang. Das berichtete CBS News unter Berufung auf die griechische Küstenwache.
Groß angelegte Suchaktion vor Griechenland
Nachdem das Verschwinden der Passagierin bemerkt worden war, alarmierte die Besatzung die Küstenwache und leitete eine umfassende Suche ein. Mehrere Boote und Schiffe sowie ein Hubschrauber der griechischen Luftwaffe beteiligten sich an der Aktion. Auch das Kreuzfahrtschiff suchte nach der Vermissten.
Doch zunächst blieb die Suche erfolglos. Erst am Samstagmorgen entdeckte ein vorbeifahrendes Frachtschiff die Frau, die mit einem Rettungsring im Wasser trieb. Ein Patrouillenboot der griechischen Küstenwache nahm sie anschließend an Bord.
Ein Offizier der Küstenwache bestätigte, dass die 44-Jährige rund 20 Stunden im Wasser überlebt hatte.
Frau wollte "von Bord gehen"
Nach ihrer Rettung erklärte die Passagierin den Einsatzkräften, sie habe "von Bord gehen wollen" und sei deshalb gesprungen. Das teilte ein Sprecher der Küstenwache der französischen Nachrichtenagentur AFP mit.
Warum die Frau das Kreuzfahrtschiff verlassen wollte und wie sie an den Rettungsring gelangte, ist bislang unklar. Die Behörden untersuchen den Vorfall.
Nach der Bergung wurde die 44-Jährige in ein Krankenhaus gebracht und medizinisch versorgt. Zusätzlich wurde eine psychiatrische Begutachtung angeordnet.
Dass die Frau nach so langer Zeit im Meer lebend gefunden wurde, ist angesichts der Gefahren durch Erschöpfung, Wellengang und mögliche Unterkühlung bemerkenswert. Welche Umstände ihr Überleben ermöglichten, ist bisher nicht näher bekannt.