Jetzt kann es ganz schnell gehen: Nach dem 0:2 gegen seinen Ex-Klub WSG Tirol am Sonntag steht der WAC mit nur fünf Punkten am Tabellenende. Fünf Liga-Pleiten in Serie, nur ein Zähler aus den vergangenen sieben Runden. Jetzt schaltet sich Präsident Dietmar Riegler ein – und schließt einen Trainerwechsel ausdrücklich nicht aus.
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Riegler: "Ich schließe nichts aus"
Auf die Frage nach einer möglichen Trennung von Silberberger antwortete der WAC-Boss bei Sky unmissverständlich: "Ich schließe nichts aus."
Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. "Wir sind in der Krise, jetzt müssen wir schauen, dass wir rauskommen", erklärte Riegler.
Über die Zukunft des Trainers werde nicht aus dem Bauch heraus entschieden. "Das ist keine Sekundenentscheidung. Wie es weitergeht, darüber wird man nachdenken müssen. Jetzt werden Gespräche gesucht, dann werden wir schauen."
Dabei nahm Riegler auch die Mannschaft in die Pflicht.
Silberberger gesteht "Riesen-Troubles"
Ausgerechnet gegen jenen Klub, den Silberberger von 2013 bis 2024 trainiert hatte, könnte seine Zeit in Wolfsberg zu Ende gegangen sein.
Dabei war der 52-Jährige erst im April gekommen und hatte den WAC zum Klassenerhalt geführt. Auch die neue Saison begann mit einem Sieg gegen Austria Wien und einem Remis gegen Salzburg ordentlich. Seither ging es steil bergab.
"Wir haben Riesen-Troubles, dass wir stabil sind", gestand Silberberger nach der nächsten Niederlage.
Besonders ärgerlich: Beide Gegentreffer gegen die WSG entstanden nach Standardsituationen. Moritz Wels (38.) und Kubatta (60.) besiegelten die fünfte Liga-Pleite hintereinander.
Rückendeckung aus der Kabine
Zumindest seine Spieler stellten sich öffentlich hinter Silberberger. Verteidiger Marco Sulzner nahm den Coach in Schutz: "Wenn man sich das Spiel anschaut, kann man dem Trainer nichts vorwerfen. Es liegt an uns."
Auch Sulzner kritisierte die Unachtsamkeiten bei Standardsituationen, die den WAC gegen die Tiroler erneut Punkte kosteten.
Der Druck bleibt dennoch enorm. Mit fünf Punkten ist Wolfsberg Schlusslicht der Bundesliga. Nach neun Runden beträgt der Rückstand auf die sechstplatzierte WSG Tirol bereits sechs Zähler.
Präsident Riegler will nun Gespräche führen, bevor über Silberbergers Zukunft entschieden wird.