Werder-Comeback

Trainer-Legende Otto Rehhagel kehrt mit 88 Jahren zurück

© ullstein bild via Getty Images
Der legendäre Trainer Otto Rehhagel kehrte mit 88 Jahren auf die Bank von Werder Bremen zurück. Dabei coachte er zum 100-jährigen Jubiläum des Bremer Weserstadions die Werder-Legenden gegen die Altstars von Real Madrid.
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Otto Rehhagel feierte unzählige Erfolge in seiner Trainerkarriere. Unter anderem wurde er mit Griechenland überraschend Europameister und holte mit Werder Bremen zwei deutsche Meisterschaften, zweimal den DFB-Pokal sowie 1992 den Europapokal der Pokalsieger, den Vorgänger der Europa League. Am Samstag kehrte er für ein besonderes Jubiläum noch einmal auf die Bank der Grün-Weißen zurück.

Werder Bremen feiert den 100. Geburtstag des Weserstadions. Dabei traten das Legenden-Team rund um Ailton, Diego, Per Mertesacker und Co. gegen die Altstars von Real Madrid an. Neben Rehhagel saß auch Thomas Schaaf auf der Trainerbank.

Werder schlägt Real Madrid

Der Meistertrainer von 2004 sagte: "Wir freuen uns alle, dass Otto dabei ist. Er hat hier Geschichte geschrieben. Er hat uns geprägt, Titel geholt und etwas Außergewöhnliches entwickelt. Wir wären alle froh, wenn wir mit 88 Jahren so fit wären und immer noch so eine Begeisterung versprühen wie Otto." Werders aktueller Sportchef Clemens Fritz zeigte sich ebenfalls begeistert: "Es ist einfach schön, ihn zu sehen."

Otto Rehhagel war 1976 und von 1981 bis 1995 Trainer von Werder Bremen. Einer seiner damaligen Spieler war sogar Thomas Schaaf. Beim Jubiläumsspiel gegen Real Madrid waren die meisten Spieler ehemalige Rehhagel-Schützlinge. Zudem spielten auch Torsten Frings, Ivan Klasnic, Andreas Reinke und Naldo noch einmal im Weserstadion. Für die Königlichen liefen unter anderem der Portugiese Pepe, der Franzose Claude Makélélé und der Argentinier Esteban Cambiasso auf. Die Bremeraner konnten das Spiel mit einem 4:3 für sich entscheiden.

Kuriose Trinkpause

Für Gesprächsstoff sorgte aber die kuriose "Hydration Break". In der 32. Minute unterbrach der Bundesliga-Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie. Doch statt Wasser oder einem Sportgetränk haben die Altstars andere Getränke erhalten. Kellner betraten das Spielfeld und brachten den Spielern Bier und Malteser-Schnaps. Vor allem Ailton hat sich über die einzigartige Trinkpause gefreut.

Der Zeitpunkt wurde bewusst gewählt. Es war eine Hommage an eine der absurdesten Geschichten der deutschen Bundesliga. Am 8. November 1975 traf Werder Bremen auf Hannover 96. Das Spiel wurde vom damals noch unerfahrenen Schiedsrichter Wolf-Dieter Ahlenfelder geleitet. Dieser hat zur Mittagspause ein Bier und Malteser getrunken.

Die alkoholischen Getränke hatten eine Wirkung auf die Leistung des Schiedsrichters. Er pfiff nach gerade einmal 32 Minuten zur Pause. Die Spieler machten Ahlenfelder auf seinen Fehler aufmerksam. Auch der Linienrichter zeigte auf seine Uhr, wodurch der Schiedsrichter die Partie fortsetzte. Trotzdem beendete Ahlenfelder erneut die Halbzeit früher. Später erzählte er trocken: "Ein Bier und ein Malteser zum Mittagessen, das wird doch wohl erlaubt sein."