Keine Klimaanlage
Tropennacht-Wahnsinn: Fussi flüchtet ins Hotel
Die Rekordhitze raubt vielen Wienern den Schlaf. In der Nacht auf Mittwoch sank die Temperatur in der Inneren Stadt nicht unter 27,4 Grad. Damit hat Wien die wärmste Nacht seit Beginn der Messungen erlebt. Selbst Dauerlüften und abgedunkelte Räume bringen in vielen Wohnungen kaum noch Erleichterung. Die hohen Temperaturen heizen Wohnungen über Tage hinweg auf. Offene Fenster bringen in der Nacht oft nur wenig Abkühlung, dafür aber Straßenlärm.
Auch Rudi Fussi hielt es daheim nicht mehr aus. "Ich habe die letzte Nacht in einem Wiener Hotel geschlafen, weil in meiner Wohnung hatte es 31 Grad im Schlafzimmer und ich habe keine Klimaanlage und darf auch keine einbauen“, sagte er bei "Fellner! Live" auf oe24.TV.
Hotels bieten eigene Packages
Dass nun verstärkt Wiener in klimatisierte Hotelzimmer ausweichen, kann die Österreichische Hoteliervereinigung allerdings nicht bestätigen. "Kann schon sein, nur wissen wir nix davon", sagt Martin Stanits. Er spricht von einem Randphänomen. Solche Buchungen werden zudem nicht gesondert erfasst. Ob sich wegen der aktuellen Hitzewelle mehr Menschen ein Zimmer in der eigenen Stadt nehmen, lässt sich daher statistisch nicht feststellen.
"Ja, wir merken in der Hotellerie, dass – gerade an den Wochenenden – auch Wienerinnen und Wiener klimatisierte Hotelzimmer buchen, das haben wir auch schon in der vorigen Hitzewelle im Juni gemerkt", heißt es hingegen aus der Wirtschaftskammer Wien. Die Hotels würden teilweise eigene Packages anbieten. "Wir freuen uns in der Hotellerie über alle Gäste, jeder ist willkommen. Und wenn wir den Wienern in der Hitze ein paar angenehme Stunden verschaffen können, ist das doch hervorragend", so Tourismus-Spartenobmann Dominic Schmid.
Er berichtet auch, dass sich einige Hotels spezielle Pakete für Hunde überlegt haben: "Die Hitze macht ja nicht nur uns zu schaffen, sondern auch den Vierbeinern. Auch die sind in sehr vielen Wiener Hotels herzlich willkommen".
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Hotel-Aktion in Mainz
In Deutschland geht man das Problem bereits gezielter an. Wenn Wohnungen sich stark aufheizen, greift in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt die Initiative Cool Summer Mainz. Im Rahmen der Aktion bieten mehrere Häuser preiswerte Übernachtungen in gekühlten Räumen an. Vom 1. Juli bis zum 13. August 2026 können dort Gemeldete ihr eigenes Bett gegen ein Zimmer in einem der sieben teilnehmenden Betriebe tauschen.
Voraussetzung ist eine prognostizierte Außentemperatur von mehr als 33 Grad, die spätestens fünf Tage im Voraus angekündigt werden muss. Ein Doppelzimmer kostet 55 Euro pro Nacht, wobei die Anreise von Sonntag bis Donnerstag möglich ist und die Vermittlung über Mainzplus läuft.