US-Midterms

Trump-Knall: Umfrage-Beben in den USA

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US-Präsident steht bei den Midterms mit dem Rücken zur Wand.
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In 38 Tagen  stehen in den USA die sogenannten Midterms an. Bei den US-Zwischenwahlen am 3. November geht es um die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. Nach dem aktuellen Modell von Race to the White House haben die Demokraten dabei beste Chancen, sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat zurückzuerobern. US-Präsident Donald Trump würde damit zur "Lame Duck" werden und hätte keine Parlamentsmehrheit mehr für seine Vorhaben.

Verlieren Republikaner beide Kammern?

Im Repräsentantenhaus halten die Republikaner derzeit eine knappe Mehrheit. Sie verfügen über 219 Sitze, die Demokraten über 214. Für einen Machtwechsel müssen die Demokraten lediglich drei Sitze hinzugewinnen. Das Race-to-the-WH-Modell bewertet deshalb zahlreiche Wahlkreise als besonders entscheidend. Insgesamt werden alle 435 Rennen einzeln bewertet und anschließend in 10.000 Simulationen zusammengeführt. Der aktuellen Prognose zufolge können die Demokraten mit einem deutlichen Sieg im House rechnen und holen zu 86 Prozent die Mehrheit.

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Komplizierter ist die Lage im Senat. Dort haben die Republikaner derzeit 53 der 100 Sitze, während die Demokraten und zwei Unabhängige auf 47 kommen. Für eine eigene Mehrheit müssten die Demokraten mindestens vier republikanische Sitze erobern und zugleich ihre eigenen Sitze halten. Bei einem Patt von 50 zu 50 hätte Vizepräsident JD Vance die entscheidende Stimme.

Aktuelle Prognosen rechnen auch im Senat mit einem Demokraten-Erdrutsch. Die Oppositionspartei holt mit 70 Prozent die Mehrheit.

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Andere Wahlmodelle zeichnen ein ähnliches, aber nicht identisches Bild. Der Cook Political Report führt derzeit zahlreiche Sitze als offen oder umkämpft; CBS News nennt neun besonders wichtige Senats- und 42 House-Rennen, die über die Mehrheitsverhältnisse entscheiden könnten.

Damit wird der November für Präsident Donald Trump und seine Republikaner zu einem wichtigen Stimmungstest: Der US-Präsident könnte beide Kammern verlieren und würde damit ohne parlamentarische Mehrheit dastehen. Allerdings regiert Trump häufig mittels Verordnungen und damit an der Legislative vorbei.