Nahost-Krieg

Trump: Noch heute weitere Angriffe auf den Iran

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US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch angekündigt, es werde "noch heute" weitere Angriffe auf den Iran geben.
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Dabei werde man den Iran "sehr hart" treffen, sagte er vor Reportern. Er werde aber nicht sagen, ob dabei auch Brücken und Kraftwerke "ausgeschaltet" würden. Trump sagte weiter, ein "Deal" mit dem Iran sei fertig ausgehandelt und der Iran habe zugestimmt, keine Atomwaffe zu besitzen.

"Wir standen kurz vor einem Abkommen, aber sie halten uns hin, sie halten uns weiterhin zum Narren", sagte er vor Journalisten im Weißen Haus. Ob das stimmt, blieb zunächst offen. Stunden zuvor hatte Trump noch gesagt, er sei kurz davor, neue Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen.

"Sie haben zu lange gebraucht, um einen für sie großartigen Deal auszuhandeln, jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social mit Blick auf die sich seit Wochen hinziehenden Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zwischen den beiden Ländern. Zugleich erklärte er einmal mehr Irans Militär für weitgehend besiegt.

"Ein einziges Chaos"

Die iranischen Streitkräfte seien "ein einziges Chaos", schrieb er. Große Teile davon, etwa die Marine und Luftwaffe, existierten nicht mehr. "Sie wurden vollständig besiegt", schrieb Trump weiter, "der Tyrann des Nahen Ostens ist TOT!!!".

Ein iranischer Militärsprecher sagt als Reaktion auf Trump, der Iran habe bereits gezeigt, dass er auf Drohungen angemessen reagieren werde.

US-Blockade wirkt wie "Stahlmauer"

Der Iran sei überdies wirtschaftlich stark geschwächt. Die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen sei äußerst effektiv und wirke wie eine "STAHLMAUER", schrieb Trump in einem weiteren Post. Die Islamische Republik könne keinerlei Geschäfte mehr machen und weder ihre Rechnungen noch ihr Militär finanzieren.

Die USA und der Iran hatten sich in der Nacht auf Mittwoch trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende in der Golfregion erneut gegenseitig angegriffen. Trump hatte zu Beginn des seit Ende Februar andauernden Iran-Kriegs einen schnellen Sieg versprochen. Die Bemühungen um ein Kriegsende und eine Öffnung der strategisch bedeutenden Straße von Hormuz für die Schifffahrt stocken seit Wochen.

Katarische Delegation für diplomatische Gespräche in Teheran

Unterdessen traf eine katarische Delegation für diplomatische Gespräche in Teheran ein. Wie die iranische Nachrichtenagentur ISNA berichtete, soll bei dem Besuch über Bemühungen für ein dauerhaftes Ende des Kriegs gesprochen werden. Wer der Delegation angehört und mit wem sich die Katarer treffen wollen, wurde zunächst nicht genannt.

Der Golfstaat Katar gehört neben Pakistan und dem Oman zu den wichtigen Vermittlern zwischen den Konfliktparteien im Iran-Krieg. Seit Wochen verhandeln die Kriegsparteien über ein dauerhaftes Ende des Konflikts, bisher ohne Durchbruch.