Brisanter Bericht
Trump plant Atomwaffen-Hammer in Europa
US-Vertreter hätten signalisiert, dass die Regierung in Washington offen sei für weitere Stationierungen über die derzeitigen Länder hinaus, in denen atomwaffenfähige Kampfflugzeuge stationiert seien, berichtete die "Financial Times" am Dienstag. Mehr Länder würden dann sogenannte Dual-Capable-Flugzeuge (DCA) anschaffen, hieß es in dem Bericht.
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Diese seien zu Angriffen mit konventionellen und nuklearen Waffen fähig, hieß es weiter. Dies wäre nach den Abzugsdebatten von US-Truppen in den vergangenen Wochen ein Zeichen, dass die USA weiter zum Schutz ihrer NATO-Partner bereitstünden. Laut "Financial Times" zeigten Länder an der NATO-Ostflanke, darunter Polen und einige baltische Staaten, Interesse an der möglichen Stationierung von DCA-Basen. Die Gespräche darüber würden in der NATO fortgesetzt, mit einer schnellen Einigung werde allerdings nicht gerechnet.
Keine Bestätigung
Reuters konnte den Bericht nicht umgehend bestätigen. Das US-Präsidialamt und das Verteidigungsministerium in Washington sowie die NATO reagierten zunächst nicht auf Anfragen für eine Stellungnahme.
Bisher nehmen Deutschland, Belgien, Italien, die Niederlande und die Türkei an der sogenannten nuklearen Teilhabe teil und halten Flugzeuge vor, die im Konfliktfall US-Atomwaffen ins Ziel fliegen können. Dies hat auch einen kommerziellen Aspekt: Bisher werden dazu nur US-Kampfflugzeuge zugelassen, die in den USA bestellt werden.
Der Leiter der Abteilung für politische Angelegenheiten im Pentagon, Elbridge Colby, hat zuvor öffentlich erklärt, dass die USA ihre Atomwaffen weiterhin zum Schutz der NATO-Mitglieder einsetzen werden, selbst wenn die europäischen Verbündeten die Führung bei den konventionellen Streitkräften übernehmen.