Mega-Aufreger
Trump spottet über Meloni: "Sie hat mich angefleht"
In einem Interview mit dem italienischen Fernsehsender "La7" sagte Trump, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel um ein gemeinsames Foto gebeten. "Sie hat mich angefleht, ein Foto mit ihr zu machen", sagte Trump. Er habe dem Wunsch schließlich entsprochen, weil ihm die Regierungschefin leid getan habe.
Zudem äußerte er sich abfällig über die Bedeutung des Gipfels und erklärte, er hätte nicht mit Meloni sprechen müssen. Die Beziehungen zwischen beiden Politikern galten lange als eng. Meloni war als einzige europäische Regierungschefin zu Trumps Amtseinführung eingeladen worden. Zu Spannungen kam es jedoch zuletzt wegen des Konflikts mit dem Iran. Die italienische Regierung verweigerte den USA die Nutzung eines Luftwaffenstützpunkts auf Sizilien für Militäroperationen. Trump warf Italien daraufhin mangelnde Unterstützung vor.
Heftige Kritik an Trumps Worten in Rom
Trumps Worte lösten in Italien heftige Kritik aus. Auch die Opposition sprach Meloni ihre Solidarität aus. Der Senator der oppositionellen Demokratischen Partei (PD), Filippo Sensi, bezeichnete Trumps Aussagen als "inakzeptabel". Niemand könne sich einen derart arroganten Ton gegenüber der Spitze der italienischen Regierung erlauben, schrieb Sensi auf der Plattform X. Zugleich betonte der Politiker die politischen Differenzen zwischen ihm und Meloni sowie ihrer rechten Regierungskoalition. Dies ändere jedoch nichts daran, dass Italien nicht auf diese Weise behandelt werden dürfe, erklärte Sensi.
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Differenzen waren entstanden, nachdem Meloni den neuen Papst Leo XIV. gegen Kritik Trumps verteidigt hatte. Der US-Präsident hatte dem Pontifex zuvor Schwäche in Sicherheitsfragen und Fehlurteile in der Außenpolitik vorgeworfen. Trotz der Spannungen betonte Meloni nach dem G7-Gipfel, die Beziehungen zu Trump seien unverändert gut. Es gebe keine gegenseitigen Vorwürfe, beide Seiten verstünden die jeweiligen Positionen. Bei einem Treffen am Rande des Gipfels scherzten die beiden zudem öffentlich über ihre Beziehung. Auf Trumps Bemerkung, er sei von Meloni "verlassen" worden, entgegnete die Regierungschefin lachend: "Nein, wurdest du nicht."