Irre WM-Aussagen

Trump wusste nicht, was eine rote Karte ist

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US-Präsident Trump ließ mit wirren Aussagen zum WM-Skandal aufhorchen.
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US-Präsident Donald Trump hat am Montag bestätigt, die FIFA um eine Aufhebung der Rot-Sperre von Folarin Balogun im WM-Achtelfinale gegen Belgien gebeten zu haben. Trump sagte, er habe FIFA-Präsident Gianni Infantino um eine Überprüfung ersucht, "weil ich nicht fand, dass es ein Foul war" und die Entscheidung "unfair" gewesen sei. Infantino bestätigte am Montagabend ebenfalls das Gespräch und verwies auf die Unabhängigkeit der FIFA-Gremien.

"Wir müssen unsere besten Spieler haben, und sie müssen auch ihre besten haben", sagte Trump über das Duell der US-Elf mit Belgien. Er ging auch auf die Szene ein, mit der sich Balogun im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina den Platzverweis eingehandelt hatte. Zwei "großartige Athleten" seien zusammengestoßen und hätten sich ineinander verhakt, so Trumps Interpretation. "Das war kein Fall, in dem jemand zugeschlagen hat, was, wie Sie wissen, etwas anderes wäre."

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Trump wusste nach eigenen Angaben zunächst nicht, was eine Rote Karte bedeutet. "Als ich es dann erfuhr, dachte ich: "Das kann doch nicht wahr sein!" Daraufhin habe er den Kontakt zu Infantino gesucht. "Ich habe mit einem Mann gesprochen, der hoch angesehen ist - und dessen Ansehen sich verzehnfacht hat", sagte Trump und stellte fest, dass die FIFA eine "wirklich brillante Entscheidung" getroffen habe. Der 80-Jährige zog zudem die Kompetenz des Unparteiischen Raphael Claus aus Brasilien in Zweifel, der Balogun die rote Karte gezeigt hatte. Dieser habe eine "sehr verdächtige" Vergangenheit, meinte Trump.

Auch Rubio für Aufhebung der Sperre

Unterstützung bekam der US-Präsident von seinem Außenminister Marco Rubio. Die ursprüngliche Entscheidung sei ein Fehler gewesen und es sei richtig gewesen, diese rückgängig zu machen, sagte Rubio. Zeitlupen seien für solche Überprüfungen ungeeignet, argumentierte er. "Sie sollten sich diese Dinge in Echtzeit ansehen."

Belgien könne auch nicht wollen, ein Spiel zu gewinnen, über dessen Ausgang anschließend wegen des Fehlens des besten US-Torschützen diskutiert werde, sagte Rubio. "Man möchte doch, dass der Gegner in Bestbesetzung antritt, damit der Sieg nicht auf diese Weise getrübt wird."

Der Außenminister betonte, er sei kein Fußball-Experte. Aber nach allem, was er von Fachleuten gehört habe, habe Balogun seinen Gegenspieler nicht absichtlich getroffen. Mit Blick auf die Aufregung um den Fall sagte Rubio, vielleicht versuche jemand, einen "internationalen Zwischenfall" aus der Affäre zu machen. Man werde das Thema eventuell am Dienstag beim NATO-Gipfel mit den Belgiern und den anderen Verbündeten ansprechen.