WM-Schlappe

Türkei: Bittere Tränen nach WM-Aus

© Getty Images
Die Türkei ist als erste Nation fix ausgeschieden.
Zur Vollversion des Artikels

Die Türkei ist bei der Fußball-WM nach der zweiten Niederlage vorzeitig gescheitert. Der Halbfinalist von 2002 unterlag in Santa Clara Paraguay nach einem frühen Tor von Matias Galarza 0:1 (0:1). Dadurch haben Arda Güler und Co. am letzten Spieltag kommende Woche gegen Fixaufsteiger USA keine Chance mehr auf die K.o.-Phase. Das in der zweiten Hälfte zu zehnt über die Runden gekommene Paraguay spielt gegen Australien um den zweiten Fixplatz im Sechzehntelfinale.

Die als Wiedergutmachung für das Auftakt-0:2 gegen Australien geplante Partie begann für die Türken mit einem Tiefschlag. Galarza traf nach nur 64 Sekunden mit einem satten Flachschuss aus rund 20 Metern zum 1:0. Nach diesem frühen Schock übernahmen die Türken mit viel Ballbesitz, aber zu wenig Durchschlagskraft die Spielkontrolle. In der 35. Minute waren sie jedoch ganz knapp am Ausgleich dran. Der in Wien aufgewachsene Ex-Rapid-Spieler Mert Müldür setzte den Ball per Kopf leicht abgefälscht an Latte und Stange. Kurz vor der Pause sah Paraguays Miguel Almiron nach VAR-Intervention die Rote Karte, weil er sich in einem Verbalduell die Hand vor den Mund gehalten hatte, was neuerdings zu einem Ausschluss führt.

© Getty Images

Nach Wiederbeginn drängten die Türken von Teamchef Vincenzo Montella auf den Ausgleich, vergaben gegen den Abwehrriegel der dezimierten Südamerikaner aber etliche Chancen. In der Schlussphase näherten sie sich bei ihren zahlreichen Torschüssen dem 1:1 an, das ihnen aber nicht mehr glückte. In der Nachspielzeit scheiterten Merih Demiral und Hakan Calhanoglu hauchdünn, damit war das aktuell mit Haiti geteilte vorzeitige Turnier-Ausscheiden der hoch eingeschätzten Türken bei ihrer ersten WM seit 24 Jahren besiegelt.

© Getty Images

Nach dem Spiel war die Enttäuschung bei den türkischen Spielern riesengroß. Einige Stars brachen noch am Spielfeld in Tränen aus.

© FIFA via Getty Images
© Getty Images
© Getty Images