Die türkische Frauen-Volleyball-Nationalmannschaft hat sich in einem hochklassigen und extrem spannenden EM-Finale in Istanbul vor heimischem Publikum die Goldmedaille gesichert. In einem packenden Fünf-Satz-Krimi bezwangen die Gastgeberinnen die Vertretung aus Italien knapp mit 3:2 (16-25, 25-22, 12-25, 25-21, 15-10). Neben dem zweiten Europameistertitel der Verbandsgeschichte nach 2023 lösten die Türkinnen damit auch direkt das begehrte Ticket für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles.
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Italien legt vor – Türkei schlägt dank Vargas zurück
Der Start in das Endspiel verlief zunächst ganz nach dem Geschmack der Italienerinnen. Angeführt von Paola Egonu und Ekaterina Antropova dominierte Italien den ersten Durchgang klar und setzte sich mit 25:16 durch. Die Türkinnen kämpften sich im zweiten Satz jedoch eindrucksvoll zurück. Nach einem 6:12-Rückstand brachte Topstar Melissa Vargas ihr Team Punkt um Punkt heran, ehe Zehra Güneş mit einem entscheidenden Block die erste Führung holte und Satz zwei mit 25:22 an die Gastgeberinnen ging.
Tiebreak entscheidet Krimi im Hexenkessel von Istanbul
Nachdem Italien den dritten Satz mit 25:12 erneut klar für sich entschieden hatte, kochte die Stimmung im Hexenkessel von Istanbul im vierten Durchgang über. Die Türkinnen erwischten angeführt von Kapitänin Eda Erdem Dündar den besseren Start und erzwangen mit einem 25:21 den entscheidenden Tiebreak. Im finalen fünften Satz behielt die Heimmannschaft von Beginn an die Nerven, setzte sich souverän mit 15:10 durch und feierte nach acht Turnierspielen mit sieben Siegen den verdienten EM-Triumph. Bronze ging an Serbien, während Österreichs Frauen das Turnier auf Platz 22 beendeten.