Tiertransporte

Türkische Importeure klagen Waldviertler

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Der Transport von über 3.000 Rindern aus Uruguay in die Türkei hat für den österreichischen Vermittler sowohl ein gerichtliches als auch ein politisches Nachspiel.
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Rindersterben: NÖ-Tiertransporteur verklagt


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Im Zusammenhang mit dem internationalen Tiertransport auf dem Frachtschiff "Spiridon II" kommt es weiterhin zu rechtlichen und politischen Aufarbeitungen in Österreich. Das rund 50 Jahre alte Schiff transportierte im Herbst 2025 knapp 3.000 Rinder von Uruguay in Richtung Türkei, wo es später aufgrund von Dokumentationsmängeln gestoppt wurde. Die Tiere konnten zunächst nicht entladen werden, wodurch sich die Situation an Bord über Wochen zuspitzte.

Tiertransport-Leid auf hoher See

Nach bisherigen Recherchen und Medienberichten sollen während der langen Seereise zahlreiche Tiere verendet sein. Besonders dramatisch war, dass rund 140 Kälber an Bord geboren wurden, von denen ein Teil überlebte, während andere verschwanden oder tot aufgefunden wurden. Insgesamt wird von erheblichen Tierverlusten und stark belastenden Bedingungen an Bord berichtet. Tierschutzorganisationen sprechen von einem der schwerwiegendsten Fälle der letzten Jahre im internationalen Lebendtierhandel. Die Organisation Animal Welfare Foundation hat die Missstände an Board dokumentiert.

Im Zentrum der rechtlichen und öffentlichen Aufarbeitung steht ein österreichisches Unternehmen aus dem Waldviertel, die Agro Breeding GmbH bzw. Klinger GmbH, das laut Recherchen den Export der Tiere organisiert haben soll. Nach Angaben aus Verträgen und Medienrecherchen sollen die Rinder – darunter viele trächtige Kalbinnen – über diese Strukturen verkauft und für den Transport vorgesehen worden sein. Das Unternehmen bestritt jedoch jegliches Fehlverhalten und verwies auf vertragliche Zuständigkeiten anderer Beteiligter.

Zivilrechtliche Auseinandersetzung läuft

Das Landesgericht Krems in Niederösterreich führte das Verfahren um die Klage zwischen Klinger GmbH bzw Agro Breeding GmbH und den türkischen Geschäftspartnern. Es handelt sich dabei also um die zivilrechtliche Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der Haftung, Vertragsverantwortung und möglicher Pflichtverletzungen zwischen den beteiligten Unternehmen und Geschäftspartnern im Rahmen des Tiertransports.

Hinweise zu einem etwaigen strafrechtlichen Verfahren wegen Tierquälerei gegen den Waldviertler Tiertransporteur Klinger gibt es derzeit nicht.