Die Diskussionen um die Sicherheit in der bzw. um die U6-Station Gumpendorfer Straße reißen nicht ab. Im Gegenteil: Wie nun durch neu veröffentlichte Zahlen bekannt wurde, wurden zwischen Jänner 2023 und Mai 2026 insgesamt 365 sicherheitsrelevante Vorfälle an der Station registriert. Das bedeutet im Schnitt mehr als zwei Zwischenfälle pro Woche und damit einen Einsatzfall alle drei bis vier Tage.
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Die Gumpendorfer Straße ist übrigens die einzige von rund 100 Wiener U-Bahn-Stationen im Öffi-Netz mit fixem Sicherheitsstandposten. Um die Lage vor Ort unter Kontrolle zu halten, wurden seit Mitte 2024 rund 2.800 Einsatzstunden geleistet. Im gesamten abgefragten Zeitraum summiert sich der Aufwand auf etwa 3.400 Stunden.
"Wenn ausgerechnet die U6-Station Gumpendorfer Straße als einzige Station Wiens dauerhaft mit fixen Sicherheitskräften besetzt werden muss, dann ist das der endgültige Beweis dafür, dass sich die Situation rund um den Jedmayer längst zu einem sicherheitspolitischen Ausnahmefall entwickelt hat", erklären Gerhard Hammerer, Obmann der ÖVP Mariahilf, und Felix Ofner, Obmann der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus.
Anfrage von ÖVP
Offengelegt wurden diese Informationen aufgrund einer Anfrage der ÖVP nach dem Informationsfreiheitsgesetz. In einer aktuellen Aussendung heißt es, dass die Stadt Wien zuvor die Herausgabe der detaillierten Zahlen mit dem Hinweis verweigert hätte, die Wiener Linien seien ein selbständiger Rechtsträger.
"Die Wiener Linien bestätigen damit nicht nur die außergewöhnliche Sicherheitslage, sondern auch, dass unsere jahrelangen Warnungen berechtigt waren. Die Menschen im Grätzel erleben diese Zustände täglich. Transparenz darf nicht erst dann entstehen, wenn die Opposition den Druck erhöht", betonen Hammerer und Ofner.