Kaum zu glauben
Überdosis Gemüse: Mann wäre fast gestorben
Dass Leute an den Folgen eines zu ungesunden Lebensstils sterben können, hören wir regelmäßig. Vor allem zu viel Fett und Zucker können lebensbedrohliche Krankheiten verursachen. Mediziner:innen raten daher zu einer ausgewogenen Ernährung mit viel Gemüse.
Ungewöhnlicher Fall
In den USA ist laute einem Bericht von sciencedirect.com jetzt das genaue Gegenteil eingetreten: Ein 82-jähriger Mann hat zu viel Gemüse gegessen und wäre beinahe gestorben. In Kombination mit den Medikamenten, die er täglich einnehmen muss, war diese "Überdosis" Gemüse lebensbedrohlich und brachte ihn ins Krankenhaus.
Auch interessant
Rote Rüben bis zum Umfallen
Der Pensionist aß jede Woche fast drei Kilo gekochte Rote Rüben und trank dazu noch das Wasser, in dem er das Wurzelgemüse gegart hatte. Eigentlich sind Rote Rüben ja ein wahres Superfood, das voller Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe steckt. Solche Mengen davon zu verdrücken ist trotzdem übertrieben.
Im Fall dieses Mannes führte es zu einem lebensbedrohlichen Zustand. Dafür waren aber nicht die Roten Rüben alleine verantwortlich. Wie viele Menschen in seinem Alter muss der 82-Jährige täglich Medikamente einnehmen, da er an einer schweren Herzerkrankung leidet. Die Kombination aus seinen Medikamenten und den in den Rüben enthaltenen Nitraten führte zu einer sogenannten Methemoglobinämie. Bei dieser Vergiftung kann das Blut den Sauerstoff nicht mehr richtig binden und transportieren.
Zusammenbruch beim Abendessen
Schon vor der Mahlzeit fühlte der Mann sich schwach. Während des Abendessen brach er dann zusammen. Die eintreffenden Rettungskräfte stellten einen extrem niedrigen Blutdruck sowie eine schiefergraue Verfärbung der Haut fest. Im Krankenhaus zeigte sich trotz einer maximalen Sauerstoffzufuhr ein anhaltender Sauerstoffmangel im Blut. Die Sättigung stagnierte gefährlich bei lediglich 88 Prozent.
Laut dem Fallbericht ist dies das erste Mal, dass diese toxische Reaktion bei einem Erwachsenen direkt auf den reinen Verzehr des Gemüses zurückgeführt werden konnte. Bisher kannte man das Phänomen vor allem von Säuglingen, die stark nitrathaltigen Gemüsebrei zu sich nahmen.