Experiment
Überraschende Studie: Gender Pay Gap trifft auch KI-Agentinnen
In Österreich lag der Gender Pay Gap laut Eurostat 2024 bei 17,6 Prozent. Das macht uns zu den EU-Ländern mit dem größten Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern - nur in Estland und Lettland ist er noch größer. Der EU-Durchschnitt liegt bei 11,1 Prozent.
Studie zu KI-Agenten
Jetzt beschäftigte sich eine schweizerisch-irische Studie mit dem Gender Pay Gap. Die Forschenden stellten dabei fest, dass ich die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern auch auf KI-Agent:innen übertragen lässt.
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Das Ergebnis
Die 189 Studienteilnehmer:innen mussten dazu jeweils 30 Minuten mit KI-Agent:innen in einem Virtual-Reality-Büro arbeiten. Anschließend mussten sie die Entlohnung zwischen sich und den KIs aufteilen. Dabei kamen vier KIs zum Einsatz: zwei menschenähnliche KIs mit den Namen Johan und Johanna, ein Tischroboter und ein Chatbot.
Generell präferierten die Studienteilnehmer:innen die menschlicheren KIs und bedachten sie mit mehr Lob. Auch bei der Bezahlung stiegen Johan und Johanna besser aus als die anderen beiden KIs. Johanna bekam im Vergleich zu Johan weniger Geld und weniger Lob.
Gleiche Agenten, unterschiedliche Wahrnehmung
Dr. Mary Haufeld, eine der Forschenden, die diese Studie durchführten, stellte fest: "Bemerkenswert an unseren Ergebnissen ist, dass die Technologie hinter diesen KI-Agenten exakt dieselbe war, die Menschen sie jedoch nicht auf die gleiche Weise behandelten." Die Studie zeigt: Die Art und Weise, wie wir diese Systeme gestalten und präsentieren, kann genau dieselben Annahmen und Vorurteile auslösen, die auch in unseren Interaktionen mit anderen Menschen existieren.