Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) schlägt Alarm: Laut einer Studie könnten die Spritpreise durch geplante Klimaschutzmaßnahmen deutlich steigen. Beim Diesel droht demnach bis 2035 ein Plus von 95 Cent pro Liter, bei Benzin von 86 Cent.
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In die Diskussion hat sich auch ORF-Meteorologe Marcus Wadsak eingeschaltet. Der Wetter-Experte rechnet vor, was ein zusätzlicher Euro pro Liter bedeuten würde: Geht man von einem Spritpreis von rund zwei Euro aus, entspräche das einem Anstieg um 50 Prozent. Auf zehn Jahre verteilt wäre das nach seiner überschlägigen Rechnung eine jährliche Steigerung von gut vier Prozent. Für Wadsak ist das kein Argument, beim Klimaschutz zurückzurudern. Er kritisiert, dass die WKO angesichts der möglichen Mehrkosten Alarm schlage und eine Abschwächung von Klimaschutzmaßnahmen fordere.
Scharfe Kritik der FPÖ
Wadsaks Facebook-Video erzürnt nun die FPÖ. Mediensprecher Christian Hafenecker übt scharfe Kritik am ORF-Meteorologen, Wadsak würde deutliche Treibstoffpreissteigerungen bis 2035 als "fast normal" darstellen.
Hafenecker fordert eine Prüfung, ob diese Aussagen mit den Social-Media-Leitlinien des ORF vereinbar seien. "Denn Wadsaks Aussagen könnten genauso wortgleich von einem Politiker der Grünen stammen", kritisiert der FPÖ-Politiker. Auch das Argument einer privaten Meinung lasse er nicht gelten, da Wadsak seine Bekanntheit durch seine öffentlich-rechtliche Tätigkeit erlangt habe.
Darüber hinaus wirft Hafenecker dem Meteorologen vor, eine politische Agenda zu verfolgen. Besonders dessen Erklärung, wonach Kriege der Amerikaner und Russen für die hohen Benzinpreise verantwortlich seien, greift er an: "Tatsächlich begann sich die Preisspirale schon 2021 zu drehen!"
Abschließend fordert Hafenecker erneut eine grundlegende ORF-Reform und ein Ende der Zwangsfinanzierung. Mit dem ORF-Volksbegehren verfolge die FPÖ genau dieses Ziel.