Politik unter Druck

Umwidmungs-Poker in Leobersdorf

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In Leobersdorf sorgt eine geplante Umwidmung für Zündstoff.
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Auf neun Hektar Grünland sollen laut noe.orf.at Betriebe angesiedelt werden – doch statt als Betriebsgebiet will die Gemeinde die Fläche als Bauland-Kerngebiet widmen. Der Vorwurf der Opposition: Damit soll die vom Land 2023 eingeführte Zwei-Hektar-Grenze für Betriebsgebiete umgangen werden.

Ortschef Andreas Ramharter (LZL) © privat

Bürgermeister widerspricht

Ortschef Andreas Ramharter (LZL) weist die Vorwürfe zurück und verweist auf fehlende Baulandreserven sowie strengere Schutzauflagen bei der gewählten Widmung.

Liste Zukunft Leobersdorf – das ist Ramharters eigene lokale Bürgerliste, mit der er in Leobersdorf seit Jahren regiert. Bei der Gemeinderatswahl 2025 kam sie auf 37,12 Prozent und 11 Mandate. Die Bürgerliste JETZT und Grüne sehen Ramharters Standpunkt naturgemäß anders und fordern eine genaue Prüfung. Auch das Land NÖ prüft derzeit als Aufsichtsbehörde die rechtliche Zulässigkeit.

Zweiter Fall sorgt für Wirbel

Zusätzlich brisant: Eine weitere geplante Umwidmung zugunsten eines "Parteifreunds des Bürgermeisters" soll nach Kritik von FPÖ und ÖVP mittlerweile vom Tisch sein. Offen bleibt die Rolle Ramharters, der laut Recherchen ein privates Darlehen im Spiel gehabt haben soll – dazu möchte er sich nach Medienberichten nicht äußern.

Kurzum: Der Fall Leobersdorf wird zum Lehrstück über Flächenwidmung, Interessenskonflikte und die Grenzen der Landeskontrolle.