Wochenend-Wahnsinn

Unwetter-Chaos in Wien: 45 Liter Regen in einer Stunde

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Ein heftiges Unwetter hat am Wochenende große Teile Wiens binnen kurzer Zeit unter Wasser gesetzt und Hunderte Einsätze der Berufsfeuerwehr ausgelöst.
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Der Starkregen traf die Bundeshauptstadt nach den vergangenen Hitzetagen mit voller Wucht. Vor allem am Freitag, aber auch am Samstag verwandelte sich so manche Wiener Gasse oder Straße in einen reißenden Sturzbach. Fußgänger wateten durch knöchelhohe Fluten, Unterführungen mussten zeitweise sogar gesperrt werden. Besonders betroffen waren der Westen und Süden der Stadt.

Das Unwetter hatte den Karlsplatz fest im Griff. © oe24
Der Praterstern stand völlig unter Wasser. © TikTok/Dedusa Wien

Binnen einer Stunde gingen mehr als 45 Liter Regen pro Quadratmeter nieder - damit fiel stellenweise fast so viel Niederschlag wie im Juni und Juli zusammen! Allein am Freitag musste die Berufsfeuerwehr 250-mal wegen Wassereintritten in Gebäude, Keller und Wohnungen ausrücken. Der U-Bahn-Betrieb blieb zwar aufrecht, doch die Straßenbahnlinien 37 und 38 mussten wegen eines umgestürzten Baumes und überfluteter Straßen eingeschränkt werden. Nach Angaben der Wiener Linien stehen für Starkregen rund 600 Pumpen bereit, um Stationen rasch trockenlegen zu können.

Die U-Bahnstation in Heiligenstadt war völlig überflutet © Instagram/lishchuk.al

City, Donauinsel und Kultureinrichtungen unter Wasser

Stark frequentierte Plätze wie der Schwarzenbergplatz und stadtbekannte Einrichtungen blieben vom Unwetter ebenso wenig verschont. Im Apollo-Kino etwa drang Regenwasser in mehrere Säle ein. Vorstellungen mussten abgebrochen werden, ein Kinosaal blieb auch am Tag darauf außer Betrieb. Ebenfalls betroffen war die Albertina. Nach einem Wassereintritt im Eingangsbereich reagierten die Verantwortlichen sofort und entfernten vorsorglich mehrere Kunstwerke. Größere Schäden konnten dadurch verhindert werden.

Die Venga Boys heizten dem Publikum beim Donauinsel Open Air am Samstagabend trotz Regengüssen kräftig ein. © oe24

Auch die Besucher der Donauinsel Open Airs am Freitag (Baller Island) und Samstag (90er Festival) wurden von sintflutartigen Regengüssen überrascht, das Gelände musste dort jedoch nicht geräumt werden. Besonders dramatisch war die Lage in Teilen Döblings. Unterführungen und Straßenzüge standen teilweise unter Wasser, bei Bahnstationen kam es ebenfalls zu Problemen. Videos in sozialen Netzwerken zeigten eindrucksvoll die Ausmaße der Überflutungen.