Schwere Schäden
Unwetter-Walze zog Spur der Verwüstung
Teils heftige Unwetter mit starken Regenfällen haben Montagabend in einigen Regionen Tirols zu Murenabgängen geführt. Eine besonders brenzlige Situation gab es zwischen Flirsch und Pettneu am Arlberg im Bezirk Landeck, wo eine große Mure auf eine Landesstraße abging und einen Linienbus erfasste, wie die Online-Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung" berichtete. Die vier Insassen blieben offenbar unverletzt.
Im Bus, der zwischen Flirsch und der Pettneuer Ortschaft Schnann von den Schlammmassen mitgerissen wurde, befanden sich neben dem Fahrer eine Frau, ein Mann und ein 14-jähriges Mädchen. "Sie sind wohlauf. Die Passagiere sind nicht mehr allein herausgekommen. Es war eine heikle Situation", sagte der Landecker Bezirksfeuerwehrinspektor. Erst durch die Feuerwehrleute hätten die Menschen befreit werden können: "Es war nicht ganz ohne." Die Mure habe die Straße auf einer Länge von 80 Metern ein bis eineinhalb Meter tief verlegt.
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Zwei Murenabgänge gab es unterdessen auch auf die Pitztalstraße (L16) in St. Leonhard im Pitztal (Bezirk Imst). Personen waren nicht betroffen, die Feuerwehr stand im Einsatz.
Unwetter auch in Oberösterreich
Heftige Unwetter gab es am Montagabend auch in Oberösterreich. Besonders stark betroffen war der Bezirk Vöcklabruck, wo die Einsatzkräfte ab etwa 20.00 Uhr im Minutentakt zu überfluteten Kellern, umgestürzten Bäumen und weiteren Sturmschäden ausrücken mussten.
Wie Abschnittskommandant Franz Schausberger erklärte, waren neben der Feuerwehr Vöcklabruck auch zahlreiche umliegende Wehren im Einsatz. "Ohne diese zusätzlichen Feuerwehren wäre die große Anzahl der Einsätze nicht zu bewältigen gewesen", sagte er gegenüber dem ORF.
Zusätzlich sorgte ein Blitzeinschlag in ein Wohnhaus in Vöcklabruck für einen Dachstuhlbrand. Das Rote Kreuz wurde ebenfalls alarmiert, verletzt wurde jedoch niemand. Anschließend zog die Gewitterzelle über den Zentralraum und das Innviertel weiter in Richtung Mühlviertel.
Die Unwetter brachten örtlich enorme Niederschlagsmengen: In Vöcklabruck fielen knapp 70 Liter Regen pro Quadratmeter, in Linz rund 40 Liter. Dazu kamen Sturmböen von bis zu 100 km/h. In Timelkam stürzte unter anderem ein großer Baum auf das Gelände eines Kindergartens.