Schwere Gewitter
Unwetter-Warnung für Frequency-Festival
An der Traisen in St. Pölten haben sich die ersten Besuchermassen breitgemacht. Rund 140.000 Festivalgänger werden beim Frequency 2026 erwartet, das drei Tage lang internationale und heimische Acts nach Niederösterreich holt. Als Headliner beim Auftakt am Donnerstag werden unter anderem die irischen Rocker Fontaines D.C., Popstar Lorde und Kraftklub erwartet. Daneben ist ein Gimmick mit Star-DJ James Hype geplant, der seine Show interaktiv mit dem Publikum gestalten soll.
Kurz nach der Öffnung des Geländes bespielten die drei burgenländischen Indie-Rockerinnen lovehead die ersten Ankömmlinge, die zu großen Teilen in Badegewand - Männer teils oben ohne - vom Campingplatz zur Space Stage pilgerten. Immerhin ist für den Nachmittag schwüles Wetter mit rund 33 Grad angekündigt. Allerdings könnte der Badespaß bald ein Ende haben. Erste Wolken bildeten sich über den Bühnen und Prognosen sagten mögliche Gewitter voraus.
Nur kleine Staus und wenige Verletzungen zum Frequency-Start
Bei der Anreise, die sich auf mehrere Tage verteilt, kam es bisher kaum zu größeren Verzögerungen. Zeitweise gab es am Donnerstag stockenden Verkehr auf den Zufahrten zum Gelände. Für den Nachmittag wurde mit einem stärkeren Besucherschub gerechnet. "Viele Festivalgäste dürften ihre Anreise aufgrund des Wetters in der vergangenen Nacht auf heute verschoben haben", teilte der ÖAMTC mit. Auch bezüglich der Pannenhilfe-Einsätze sei es bisher noch sehr ruhig, hieß es.
Das Rote Kreuz verzeichnete bis Donnerstagmittag 115 Versorgungen - zehn Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Ursachen für die Versorgungen seien vor allem kleinere Verletzungen wie Schürf- und Schnittwunden gewesen oder Verstauchungen, Schmerzen sowie Insektenstiche. Auch aus Sicht der Exekutive verlaufe das Festival bisher sehr ruhig, erklärte Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler.
Frequency 2026 fährt bunten Genremix auf
Im Laufe des Nachmittags soll dann auch das Programm auf der Infinity Live Stage starten, auf der sich Indie-Rocker wie der Country-Musiker Red Leather und mehrere Deutschrapper die Klinke geben. Nach der Frankfurterin OG LU und der maskierten Klamauk-Truppe PA69 wird voraussichtlich auch der aus dem Berliner Underground aufgestiegene Symba seine Reime zum Besten geben. Am frühen Abend soll dann schließlich nach einer Eurodance-Aufwärmrunde von Cascada die Electronic Green Stage mit DJ-Sets bis in die Nacht hinein an den Start gehen.